Enttäuschung bei Dang Qiu: Das Tischtennistalent aus Linsenhofen musste bei den German Open in Berlin Lehrgeld bezahlen. Im Einzel war in Runde zwei Endstation, im U 21-Wettbewerb sogar schon in Runde eins.
„Berlin ist eine Reise wert.“ Getreu diesem Motto nahm Dang Qiu, Tischtennis-Nachwuchstalent aus Linsenhofen, an den mit 110 000 Euro dotierten German Open in der Bundeshauptstadt teil. Als der 19-Jährige am Freitagmorgen wieder die Heimreise antrat, befanden sich ein Sieg und zwei Niederlagen im Gepäck.
Im Einzel-Wettbewerb überzeugte der Zweitligaspieler des TTC Ober-Erlenbach zunächst in der ersten Qualifikationsrunde gegen Nima Alamian aus dem Iran. „Das war ein ziemlich guter Start in das Turnier für mich“, freute sich Qiu. „Ich war mit meiner Leistung sehr zufrieden.“ Mit 11:9, 11:6, 5:11, 7:11, 6:11, 11:8 und 11:4 behielt der ehemalige Frickenhäuser die Oberhand.
Eine Runde später musste sich Dang Qiu jedoch aus der Konkurrenz verabschieden. Trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Satzführung (8:11, 13:11, 11:9, 11:9) gegen Daniel Gorak (Polen) reichte es am Ende nicht zum Sprung in die nächste Runde. „Ich hatte aufgrund des sehr starken Teilnehmerfeldes einen relativ machbaren Gegner erwischt“, berichtete Dang Qiu und war enttäuscht, „dass bei mir ab dem fünften Durchgang die Konzentration nachließ“. So gewann er die Erkenntnis, „dass ich auf diesem Niveau jeden Ball mit 100 Prozent spielen muss. Sonst folgt umgehend die Bestrafung“. In Zahlen bedeutete dies: 4:11, 1:11 sowie 11:13.
Als eine „leichte Enttäuschung“ bezeichnete Dang Qiu seine Vorstellung im U 21-Wettbewerb. Gleich zum Auftakt gab es gegen Lee Chia-Sheng aus Taiwan eine 3:11/11:7/10:12/4:11-Niederlage. Besonders ärgerte sich Qiu über die verspielte 10:8-Führung im dritten Satz. „Anschließend war ich mental nicht stark genug. Aber ich werde aus meinen Niederlagen lernen und versuchen, es bei den nächsten Turnieren besser zu machen.“