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TSV Oberensingen: Torwart-Engpass vor dem Start in neuen Saisonabschnitt

Fußball-Verbandsliga: Für die „Sandhasen“ geht es bis zum Jahresende nur noch gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich. Für das Duell mit Aufsteiger SKV Rutesheim fallen zwei Keeper aus.

Julian Wartig (mit Ball) und Marcel Schleicher (rechts) fehlen der TSV Oberensingen am Freitag. Foto: Ralf Just

9, 15, 10, 14, 12, 13. Was sich wie die Ziehung der Lottozahlen anhört, sind die Tabellenpositionen der Gegner des Fußball-Verbandsligisten TSV Oberensingen bis zur Winterpause. Nach zahlreichen Duellen mit Spitzenteams warten auf die „Sandhasen“ nun ausschließlich Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich. Doch gerade darin sieht Trainer Marco Parrotta eine Gefahr. „Für mich sind das mit die schwierigsten, tückischsten Spiele“, warnt er. „Viele werden sich hinten reinstellen. Da wird es für uns entscheidend sein, wie wir in der Laufbereitschaft agieren. Es zählen nicht nur die spielerischen Elemente, wir müssen es auch mehr wollen.“ Das gilt bereits am kommenden Freitag, wenn um 19 Uhr Aufsteiger SKV Rutesheim auf den Plätschwiesen gastiert.

Der SKV hat mit einem 3:1-Erfolg gegen den FC Rottenburg zuletzt den Abstiegsrelegationsplatz verlassen und ist seit drei Partien ungeschlagen. „Das ist eine fußballerisch gute Mannschaft, die auch immer wieder lange Bälle spielt und vorne robuste Spieler hat“, analysiert Parrotta. Wie gefährlich Rutesheim sein kann, zeigte sich auch gegen Tabellenführer TSV Berg. Nach einem Blitzstart führte der SKV nach elf Minuten mit 2:0, musste sich am Ende aber noch mit 2:4 geschlagen geben. „Für sie wären es wahrscheinlich Bonuspunkte. Sie können ohne Sorge frei aufspielen, werden sich aber nicht verstecken“, ist sich Parrotta sicher.

Veränderte Ausgangslage

Damit hat sich auch die Ausgangslage für die TSVO verändert. Während sich die Oberensinger in den Spitzenspielen selbst eher in der Außenseiterrolle sahen, sind sie gegen die kommenden Gegner nun meist der Favorit. „Wir müssen an unsere maximale Leistungsgrenze gehen. Aber das ist auch die Krux an der Sache, das jede Woche zu schaffen“, erklärt Parrotta. Der Anspruch ist dennoch klar: „Es muss unser Anspruch sein, am Freitag zu gewinnen. Auch wenn es schwierig genug wird.“ Rutesheim habe einige gute Partien gezeigt, sich dafür aber nicht immer belohnt. Möglicherweise habe dem Aufsteiger dabei teilweise die Erfahrung gefehlt, mutmaßt der TSVO-Trainer.

Wer am Freitag auflaufen kann, ist allerdings noch offen. Elbasan Emerllahu, Samuel Bosler und Deniz Bulut sind angeschlagen, Kjell Otterbach und Lucas Schuckenböhmer kehren dagegen zurück. Besonders angespannt ist die Lage im Tor: Marcel Schleicher fehlt weiterhin, sein Vertreter Julian Wartig hat sich bei der 0:1-Niederlage in Berg bereits in der ersten Halbzeit wohl einen Innenbandanriss im Knie zugezogen. Der 21-Jährige spielte dennoch durch und hielt sein Team nach der Pause mit mehreren starken Aktionen im Spiel. „Das ist sehr schade für ihn“, betont Parrotta. Zumal sich Wartig bereits Anfang 2025 in Berg schwer an der Schulter verletzt hatte.

Dritter Torwart muss ran

Als Ersatz für den Ersatz wird gegen Rutesheim Michael Geywitz zwischen den Pfosten stehen. Der bislang dritte Torwart kam bisher nur für die dritte Mannschaft in der Kreisliga C zum Einsatz. Ein Sprung ins kalte Wasser also. „Das muss aber nichts Negatives sein, wir werden ihn darauf vorbereiten und ich bin mir sicher, dass er seine Sache richtig gut machen wird“, sagt Parrotta. Auf der Bank wird wohl ein A-Jugend-Keeper Platz nehmen. Auch andere Spieler, die zuletzt eher auf der Bank saßen, könnten angesichts der angespannten Personallage ihre Chance erhalten. „Ich habe viele Optionen“, sieht der Trainer darin jedoch kein Problem.

Und sollte sich die TSVO zu ihren „Lottozahlen“ noch eine Zusatzzahl aussuchen dürfen, wäre das wohl die 18. Denn dann hätte der Tabellenvierte die Phase bis zur Winterpause mit der Maximalpunktzahl unbeschadet überstanden.

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