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Maislabyrinth 3.0 in Beuren mit besonderer Botschaft

Auf dem Haldenhof hat Landwirt Bernd Schnerring erneut mithilfe modernster GPS-Technik einen Irrgarten angelegt. Es gilt wieder, vier Blechtiere zu entdecken.

Der Haldenhof hat wieder ein Maislabyrinth. Bernd Schnerring hat das Muster schon bei der Aussaat mit dem Traktor angelegt. Die Technik macht‘s möglich. Foto: Kai Müller

BEUREN. Das Muster im Maislabyrinth am Haldenhof Beuren wird jedes Jahr ein bisschen ausgeklügelter. Bernd Schnerring hat dieses Jahr sogar eine kleine Botschaft eingebaut: ein Friedenssymbol. Das sieht man nur aus der Luft und nicht, wenn man im Irrgarten wieder die vier Blechtierarten sucht. Im vergangenen Jahr hatte sich unter anderem ein Elefant in das Maislabyrinth verirrt. „Dieses Mal sind es andere Tiere“, sagt Schnerring. Die Spuren im Maifeld, die manchmal auch in eine Sackgasse führen, sind wieder mit modernster GPS-Technik entstanden. Die Sämaschine ließ genau dort kein Saatgut fallen, wo heute die Wege des Labyrinths sind. Die Skizze dafür hatte wieder der Landwirt entworfen. Ein Informatiker machte daraus eine Karte, die im Schlepper aufgespielt wurde. Schnerring schätzt, dass der am Computer erstellte Plan rund fünf Stunden Zeit gekostet hat. Er selbst sei beim Säen wohl eine halbe Stunde länger unterwegs gewesen. „Da muss man schon etwas mehr aufpassen“, sagt Schnerring.

Zahl der Besucher hat zugenommen

Zum dritten Mal lädt das Maislabyrinth auf dem Haldenhof Jung und Alt ein. Ganz offiziell soll es in diesem Jahr am Samstag, 25. Juli, losgehen. Das Labyrinth ist noch ein wenig größer als in den vergangenen beiden Jahren. Es umfasst eine Fläche von rund zwei Hektar. Das komplette Maisfeld direkt gegenüber des Haldenhofs ist noch ein wenig größer. „170.000 Maispflanzen wachsen dort“, sagt Schnerring. Waren es bei der Irrgarten-Premiere 2024 rund 1800 Besucher, sei das Interesse im vergangenen Jahr sogar noch etwas größer gewesen. Knapp 2000 Leute seien drin gewesen, sagt der Landwirt. Er hat das anhand des Eintrittsgeldes ausgerechnet. Wer das Labyrinth erkunden will, muss zwei Euro pro Kind (vier bis 15 Jahre) in einer Selbstbedienungskasse deponieren, die am Eingang des Irrgartens steht. Alle anderen zahlen drei Euro.

So sah der Irrgarten auf dem Haldenhof von oben im vergangenen Jahr aus. Foto: privat

Gewinnspiel-Box am Ausgang

Bis Ende September ist das Labyrinth geöffnet, dann wird der Mais geerntet. Von 8 bis 21 Uhr („Solange es hell ist“) können sich Jung und Alt auf die Suche nach den vier Blechtieren begeben. Wer alle entdeckt hat, kann einen Zettel ausfüllen und den in die Gewinnspiel-Box am Ausgang werfen. Mit etwas Glück kann man ein Haldenhof-Memory oder Bauernhofnudeln gewinnen.

Doch nicht nur Familien sind zum Haldenhof wegen des Labyrinths im Jahr 2025 gekommen. Da sind auch Jugendliche mit ihren Mopeds oder Senioren dabei gewesen, erzählt Schnerring. Mancher habe nicht mal 20 Minuten gebraucht, um das Rätsel des Irrgartens zu lösen. „Andere waren mehr als eine Stunde drin und haben nicht alle Tiere gefunden“, ergänzt Schnerring. Das Einzugsgebiet sei groß: „Wir hatten Besucher aus Stuttgart, aber auch aus St. Johann.“ Er hat sich darüber gefreut, dass kaum Müll im Feld gelandet ist und die Besucher sorgsam und pfleglich mit den Pflanzen umgegangen sind. Er habe dieses Mal für das Muster einen anderen Schlepper benutzt. „Da ist das GPS noch etwas besser.“ Und in der Tat: Alle Wege, auch die Kurven, sehen aus, als wären sie mit der Schnur gezogen.

Die Spuren im Maislabyrinth sind im Jahr 2025 deutlich zu sehen. Foto: privat

Kühe, Hühner und Eis

Genug Felder für künftige Maisfelder hat der Haldenhof in seiner unmittelbaren Umgebung, denn natürlich wechselt die Fruchtfolge auf den Feldern im Drei-Jahres-Rhythmus. Mit der Attraktion Maislabyrinth hofft Schnerring, den Familien bei einem Ausflug auch ein wenig die Landwirtschaft näherbringen zu können. Auf dem offenen Hof können sich Kinder ebenfalls Kühe und Hühner anschauen. Und wer Lust auf ein Eis hat, wird im Hofladen fündig.

Die beim Labyrinth eingesetzte GPS-Technik ist aber nicht nur eine Spielerei. Damit senke man die Betriebskosten und setze Saatgut, aber auch Dünger oder Pflanzenschutz sehr effizient ein, sagt Schnerring. Es komme beim Aussäen nicht mehr zu Überlappungen. „Das Saatgut wird gleichmäßig verteilt“, sagt Schnerring. Das sei vor allem bei den kleinparzellierten Flächen am Fuß der Alb wichtig. Und was die Technik mittlerweile alles kann, zeigt das neue Muster im Maislabyrinth.

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