Bempflingen
Bempflinger wollen einen Martinimarkt
Das kürzlich abgehaltene Martini-Märktle brachte Überlegungen ins Rollen, im nächsten Jahr wieder eine ähnliche Veranstaltung anzubieten.
BEMPFLINGEN. Klein, fein und dennoch überaus erfolgreich: Das Martini-Märktle auf Bempflingens neu gestaltetem Lindenplatz in der Ortsmitte war vor Kurzem bei den Bürgern und Besuchern von außerhalb auf viel Resonanz gestoßen, das Lob war entsprechend groß. Auch die beteiligten Gewerbetreibenden und Vereine seien begeistert gewesen, wie Bürgermeister Bernd Welser weiß: „Die Veranstaltung war rundum gelungen.“ Alle Beteiligten – ob Besucher oder Teilnehmer – seien froh gewesen, dass es nach zwei Jahren coronabedingter Pause wenigstens diese Miniaturausgabe des Martinimarktes gegeben habe. Deshalb sichert Welser jetzt schon eines zu: „Den Markt wird es 2023 wieder geben.“ Klar sei indes noch nicht, in welcher Dimension.
Zum einen werde es nächstes Jahr auf Bempflingens Ortsdurchfahrt eine Baustelle geben, die Straße wird vom Ortseingang aus Riederich kommend bis zum Einmündungsbereich am Gasthaus Adler gesperrt sein. Zum einen führt der Landkreis Esslingen Oberflächenarbeiten aus, die Gemeinde saniere in diesem Zuge die Wasser- und Abwasserkanäle. Zudem ist geplant, zwei barrierefreie Bushaltestellen einzurichten – gerechnet wird mit einer Bauzeit bis Anfang November. Das hänge laut Welser jedoch von vielen Faktoren ab, den jeweiligen Umständen müsse sich auch ein Martinimarkt anpassen – gegebenenfalls werde es eben wieder ein Märktle.
Die Gemeinde hat fest vor, das Thema offensiv anzugehen: Am Sonntag, 5. November, soll nächstes Jahr ein verkaufsoffenen Sonntag stattfinden, durch die rechtzeitige Terminierung könnten sich die Gewerbetreibenden aus dem Ort frühzeitig auf den Termin einstellen. Doch wer sich um die Organisation des Marktes kümmere, sei laut Bernd Welser noch offen. Denn: „Formal gibt es den Handels- und Gewerbeverein noch“, so sein Kenntnisstand. Der sei aber führungslos, die Vorsitzenden hätten ihre Ämter abgegeben. Die Gemeinde werde den Kontakt mit Gewerbetreibenden suchen und prüfen, wie es weitergehen könne.
Seiner Beobachtung nach gebe es in vielen Gemeinden derzeit zwei Tendenzen und dazwischen so gut wie gar nichts: „Entweder läuft es sehr gut oder die Handels- und Gewerbevereine liegen brach.“ Letzteres erhoffe er sich nicht für Bempflingen, wenn es auch schwierig sei, jemanden aus Handel und Gewerbe zu finden, der Verantwortung im Handels- und Gewerbeverein zu übernehmen bereit ist. Viele Firmeninhaber seien nach Corona und angesichts der Energiekrise, der Inflation und des Fachkräftemangels mit ihren eigenen Problemen beschäftigt.
Der Lindenplatz als Schaufläche
Umso mehr freut es ihn, dass der Impuls für die Organisation des diesjährigen Martini-Märktles aus dem Bereich der Gewerbetreibenden selbst heraus gekommen sei: Das Bäckerhaus Veit hatte angeregt, den im vergangenen Dezember offiziell eröffneten Lindenplatz mit einer Veranstaltung am traditionellen Martinimarkt-Termin einzuweihen. Schnell war die Trost-Mühle als federführender Mit-Organisator mit im Boot und fanden sich weitere Betriebe, die den Lindenplatz als Schaufläche nutzten. Neben dem Bäckerhaus Veit waren das Verkehrssicherung Herzer sowie die Firma Pampered Chef, präsent waren auch der TV Bempflingen, der Musikverein und der Verein Eldoret Kids sowie der Kindergarten Hanflandweg. Neben der Trost-Mühle hatten das Autohaus Wurst, die Geschenk-Boutique Bauknecht und „Reisen mit Pfiff“ ihre Türen geöffnet, sie boten den Besuchern zahlreiche Attraktionen. Egal wer die Traditionsveranstaltung Martinimarkt wieder zu Leben erweckt – er erhält die volle Unterstützung der Gemeinde. Das sichert der Bürgermeister zu.