Beuren
Gemeinderat wählt Farben für Kleinschwimmhalle in Beuren aus
Trotz unterschiedlicher Meinung fallen die Entscheidungen recht eindeutig aus. Für die Schwimmhalle werden in der letzten Sitzung vor der Sommerpause noch weitere Weichen gestellt.
BEUREN. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, wohl aber ein wenig über die Farben für die Kleinschwimmhalle, die derzeit saniert wird. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats waren die Architekten Moritz und Norbert Morgenthaler zu Gast und stellten verschiedene Farbvarianten zur Auswahl. In welchem Farbton sollen Umkleiden, Spinde oder gar die Föhnecke gehalten werden?
Moritz Morgenthaler brachte eine weiß-gesprenkelte Variante mit gelben Einschüben ins Spiel. Deutlich dunkler wäre es, wenn statt Weiß ein Grauton zum Zuge käme. „Wir finden die helle Lösung besser“, machte der Architekt keinen Hehl aus seinem Favoriten. Das wirke heller und sei robuster, da man darauf auch weniger Fingerabdrücke sehe. Ein weiterer Akzent könne zudem ein Blauton sei, zum Beispiel bei der Ablage in der Föhnecke. Dass auch die Lüftungsschächte später in diesem Farbton gestrichen werden, konnte sich Bürgermeister Daniel Gluiber aber nicht so recht vorstellen. Für die Fliesen hatten die Architekten eher an einen Grauton gedacht. Für eine Wand in den Duschen könne man sich auch türkisfarbene oder rötliche Fliesen vorstellen. Beim Rinnenstein und Rinnenrost rieten die Fachleute zu Schwarz.
Türkis oder rötlich?
Viele Möglichkeiten bedeuten zugleich auch unterschiedliche Meinungen am Ratstisch: „Ich kann mir das Gelb nicht vorstellen“, sagte Denise Knapp (Freie Wähler). Das sah ihre Fraktionskollegin Bianca Lutz ganz anders: „Gelb finde ich gut.“ Sie riet aber dazu, nur einer der beiden bunten Farben in den Duschen zu verbauen. Regina Birner (SPD) hatte ihre Probleme mit den grauen Fliesen. Der vorher angedachte ockerfarbene/beige Ton habe ihr besser gefallen. „Muss das Gelb wirklich rein?“, hakte Tobias Kröll (CDU) nach. Moritz Morgenthaler wies darauf hin, dass der Schwimmhalle ein bisschen Farbe sehr guttue.
Albert Stoll (Freie Wähler) regte ebenfalls eine „maximale Farbreduzierung“ an, während sein Fraktionskollege Daniel Schäfer meinte: „Bei Gelb kann ich mitgehen.“ Trotz der unterschiedlichen Präferenzen fiel am Ende die Entscheidung doch deutlich aus. Die Wahl fiel auf die Variante weiß gesprenkelt/gelb. Die Beckenfliesen, die 16 mal 30 Zentimeter groß sind, sollen grau werden. Rinnenstein und Rinnenrost schwarz. Zuvor soll in diesem Fall aber noch die Meinung des Putzteams der Panorama-Therme eingeholt werden. Offen blieb hingegen, ob und wenn ja, welche zusätzliche Farbe für die Dusche verwendet werden soll. Das will man zu einem späteren Zeitpunkt klären.
Geld für Photovoltaikanlage
Doch in der Sitzung wurden noch weitere Weichen für die Generalsanierung der Kleinschwimmhalle gestellt. So vergaben die Räte den Auftrag für die Photovoltaikanlage (rund 145.000 Euro) und für den Blitzschutz (fast 35.800 Euro). Überein kamen die Gemeinderäte auch darin, einer Idee der Architekten zu folgen, die nun doch auf sogenannte Schlitzrinnen in den Umkleiden und der Badehalle setzen. Der Vorteil: Es könnten größere Fliesen verwendet werden und das wiederum reduziere den Fugenanteil. Weniger Wartungsarbeiten und damit Kosteneinsparungen sind laut den Architekten die Folge. Es müsste dann mehr Verbund-Estrich aufgebracht werden, damit in den Räumen ein Gefälle hergestellt werden kann. Dadurch verringert sich aber dann die Türhöhen. „Wir müssen dann den Sturz oben absägen“, nannte Norbert Morgenthaler die Lösung. Eine sogenannte Zarge müsste dann angebracht werden, also quasi ein Rahmen um die Tür. Die Änderungen schlagen laut Norbert Morgenthaler mit rund 20.000 Euro zu Buche.