NTZ+ Logo Bempflingen

Brücke in Bempflingen muss saniert werden

Der Holzüberbau aus den 80er Jahren ist marode. Was an seiner Stelle kommt und was es kosten soll.

Die Brücke über den Steidenbach ist sanierungsbedürftig. Foto: Kirsten Ochsner

BEMPFLINGEN. Die Brücke über den Steidenbach an der Kreuzung der Metzinger- mit der Friedrichstraße wird von vielen Fußgängern und Radfahrern genutzt, doch der Holzüberbau aus den 80-Jahren ist marode. Das ist deutlich zu sehen und wurde nun nach einer offiziellen Untersuchung auch bestätigt. Die Brücke wurde einem genau definierten Bewertungskatalog unterzogen. Demnach ist sie in einem nicht ausreichenden Zustand, und das erfordert laut Thomas Vollmer vom Planungsbüro Tragwerkeplus ein schnelles Handeln. Der Gemeinderat hat tatsächlich zügig reagiert und sich auf eine Variante geeinigt, die laut Schätzung 82.000 Euro, inklusive Abbau des existierenden Überbaus, kostet.

Schnelles Handeln ist erforderlich

Damit folgte der Gemeinderat dem Verwaltungsvorschlag nicht, die günstigere Variante für 75.0000 Euro zu wählen. Dabei wäre der Stahlträger mit Stahlbetonbohlen ausgestattet worden. Nun wird er mit Carbon bewehrten Betonbohlen belegt und denen kann Streusalz laut Planer Vollmer weniger anhaben als dem Stahlbeton. Das Material ist erst seit vier Jahren auf dem Markt, ist baurechtlich zugelassen und hat alle Prüfungsverfahren bestanden. „Ich finde das Produkt gut, habe aber selbst noch nicht damit gebaut“, erklärte Vollmer, deshalb könne er auch noch nichts über die Lebensdauer der einzeln herausnehmbaren Carbonbohlen sagen.

Neues Hightech-Material wird verbaut

Das Argument, dass diese durch Streusalz weniger geschädigt werden, zog für Jens Hartlieb (FWV): „Die Mehrkosten sind sehr wohl zu rechtfertigen.“ Seinem Antrag folgten bei einer Enthaltung acht Gemeinderäte, vier stimmten dagegen.

Der bisherige Brückenaufbau bestand aus Holz, insbesondere im Winter und bei Regen stellte das eine Gefahr für Radfahrer dar. Vor der 1984 gebauten Brücke – sie ist 2,50 Meter breit und sechs Meter lang – sind deshalb bislang die Schilder „Radfahrer absteigen“ und Glätte angebracht. Aufgrund des schlechten Zustands hatte der Bauhof Sicherungsmaßnahmen im Bereich des Geländers und der Bodendielen vorgenommen. Deshalb war eine Voraussetzung für einen neuen Überbau, dass nicht Holz verwendet werden soll und die Brücke mit kleinen Räumfahrzeugen befahren werden kann.

Zur Startseite