Kohlberg
So wird das neue Baugebiet Niederes Feld in Kohlberg erschlossen
Im Kohlberger Gemeinderat waren die Erschließungsmaßnahmen für das „Niedere Feld“ das Schwerpunktthema.
KOHLBERG. Grundsätzlich beschlossen hat der Kohlberger Gemeinderat am Montag in seiner öffentlichen Sitzung einstimmig die geplanten Erschließungsmaßnahmen für das neue Baugebiet „Niederes Feld“ Details, die sich aus Bearbeitung der Rückmeldungen noch ergeben, bleiben vorbehalten.
Die beratenden Ingenieure Ruth Bär und Balint Botka vom Ingenieurbüro Fritz Spieth aus Esslingen hatten dazu die Maßnahmen in einer Präsentation erklärt und standen für Fragen aus dem Gremium zur Verfügung.
Die Verkehrsanbindung erfolgt über die bestehenden Straßen des Gebiets „Im Grund“ und die Kreisstraße 1240. Die innere Erschließung erfolgt über eine neue Haupterschließungsstraße, von der verschiedene Wohnstraßen abzweigen. Die Erschließung der Hinterliegergrundstücke im Norden sei gewährleistet, so das Beraterteam. Dazu sind befahrbare Graswege vorgesehen.
Analog zum Gebiet „Im Grund“ sind keine Gehwege geplant. Als Fahrbahnbreite sind 5,50 Meter geplant, an verengten Stellen 3,75 bis vier Meter. Den Berechnungen zufolge werde der Erdaushub weitgehend wiederverwertet, was eine gute Erdmassen-Bilanz ergebe, wie die Ingenieure erklärten.
„Die Kreisstraße bleibt erhalten, es ist eine Erweiterung nötig“, so Balint Botka. Eine positive Abstimmung mit dem Straßenbauamt bezüglich des Linksabbiegers sei bereits erfolgt. Der bestehende Wirtschaftsweg entlang der Kreisstraße 1240 wurde in die Planung einbezogen, „die Felder sind weiterhin befahrbar“, so Botka. „Der Rad- und Fußverkehr entlang der Kreisstraße bleibt erhalten.“
Es ist eine Lärmschutzwand aus abgerundeten Holzelementen geplant, entsprechend der bereits bestehenden Wand. Teilweise dient sie durch ein Betonfundament gleichzeitig als Stützwand. Die Holzelemente werden als einseitig absorbierende Lärmschutzwand ausgeführt mit einer Höhe von zwei Metern über der Anschlusshöhe der K 1240. Als Rahmen für die Holzelemente sind Stahlträger vorgesehen. Die Entwässerung des neuen Wohngebiets erfolgt nach dem Trennsystem. Das häusliche Schmutzwasser wird über einen neuen Schmutzwasserkanal abgeleitet mit Anschluss an die bestehende Schmutzwasserkanalisation im Erschließungsgebiet „Im Grund“.
Wasserversorgung erfolgt über das Schachtsystem
Das auf den Grundstücken anfallende Niederschlagswasser wird zusammen mit dem Oberflächenwasser der öffentlichen Straße über Regenwasserkanäle abgeleitet und in einem als offenes Erdbecken mit Begrünung und Bepflanzung geplanten Retensionsbecken am nordöstlichen Ende des Baugebiets zwischengespeichert. Die mechanische Abflussregelung erfolge über einen neu geplanten Regenwasserkanal bis zum bereits bestehenden Ableitgraben zum Krummbach, wie Ingenieurin Ruth Bär erklärte.
Die Entwässerung sei mit der Unteren Wasserbehörde des Landratsamts Esslingen vorbesprochen. Es müssen jetzt die Unterlagen zur Antragstellung für die wasserrechtliche Erlaubnis erstellt werden.
„Die Wasserversorgung erfolgt auf Wunsch der Gemeinde Kohlberg nach dem Württembergischen Schachtsystem“, so Bär.
Damit habe die Gemeinde gute Erfahrungen gemacht, und bei Störungen kann ohne Erdarbeiten die Ursache beseitigt werden, da alle Armaturen für die Hauptversorgung und die Abgänge zu den Anschlussleitungen in Schächten zusammengefasst sind. Aktualisiert werden muss noch die Berechnung der Löschwasserversorgung, die über das Leitungsnetz und einen Löschwasserbehälter mit derzeit 100 Kubikmeter Rückhalt erfolgen soll. Probleme mit Baumateriallieferungen seien derzeit für diese Arbeiten nicht zu erwarten, erklärten die Ingenieure auf Nachfrage aus dem Gremium.
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