Region
Sieghart Friz bleibt Bürgermeister
Der Amtsinhaber geht aus der Wahl in Unterensingen als klarer Sieger hervor – Fünf Stimmen für Susanne Friz
Der Unterensinger Bürgermeister Sieghart Friz kann seine vierte Amtszeit beginnen: Mit 76,45 Prozent der Stimmen ging er aus der Wahl am gestrigen Sonntag als klarer Sieger hervor. Herausforderer Michél Hömke bekam 23,14 Prozent.
UNTERENSINGEN. Traditionell wird das Wahlergebnis im Bürgerhaus verkündet. Dort fanden sich kurz nach der Schließung der drei Wahllokale zahlreiche Bürger, Gemeinderäte, Verwaltungsmitarbeiter und Bürgermeisterkollegen ein.
Auch die beiden Kandidaten Sieghart Friz und Michél Hömke waren mit ihren Familien gekommen und erwarteten gespannt das Ergebnis, das Dieter Fritz, der Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses gegen 19 Uhr nach einem kurzen Ständchen der Unterensinger Blasmusik verkündete: Wahlberechtigt waren 3906 Unterensinger, von denen 43,88 Prozent oder 1714 Personen tatsächlich zur Wahl gingen. 20 Stimmen waren ungültig, von den gültigen Stimmen entfielen 1295 oder 76,45 Prozent auf Sieghart Friz und 392 oder 23,14 Prozent auf Michél Hömke. Sieben Stimmen gingen an andere Personen, fünf davon an Sieghart Friz’ Ehefrau Susanne Friz.
Der Wahlsieger zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Bereits im Vorfeld hatte er gesagt, dass eine Wahlbeteiligung von über 40 Prozent erstrebenswert wäre. Immerhin gehe es darum, ob der Kurs, den Friz und der Gemeinderat die letzten Jahre eingeschlagen haben, bestätigt wird. Bei der letzten Wahl 2009 war Friz der einzige Kandidat und die Wahlbeteiligung lag bei 32,2 Prozent. In einer kurzen Ansprache dankte Friz den Wählern für ihr Vertrauen und das „mehr als ordentliche Wahlergebnis“. Er sagte aber auch, dass es nach 24 Jahren im Amt eine gewisse Frustration in der Bevölkerung gebe. Der Wahlkampf sei von Themen wie der Kerosinpipeline, der ICE-Trasse und der Flüchlingsunterbringung bestimmt gewesen, die von außen an den Ort herangetragen werden. „Da sind andere Themen zu kurz gekommen.“ Doch das Wahlergebnis gebe ihm Kraft und Ansporn für die Zukunft.
Michél Hömke war ebenfalls mit seinem Ergebnis zufrieden. Für seinen ersten Wahlkampf sei das Ergebnis super. Er bedankte sich für den fairen Wahlkampf und wünschte Friz alles Gute. „Natürlich hätte ich mich gefreut, wenn ich gewonnen hätte.“ Er habe viele wichtige Erfahrungen aus dem Wahlkampf mitgenommen. Hömke schließt nicht aus, wieder einmal zu kandidieren.
Unter den Gratulanten fanden sich auch die Bürgermeisterkollegen Otto Ruppaner aus Köngen, Bernd Welser aus Bempflingen, Torsten Hooge aus Oberboihingen, Matthias Bäcker aus Neuffen und Martin Fritz aus Großbettlingen. „Wir freuen uns über die Wiederwahl und hoffen, dass die interkommunale Zusammenarbeit weiterhin so gut und unkompliziert verläuft“, kommentierte Hooge das Wahlergebnis.