Altenriet
Sieben zusätzliche Parkplätze sind am Rathaus in Altenriet möglich
Eine Entscheidung ist aber nochmals vertagt worden. Zunächst wollen sich die Gemeinderäte die Situation bei einem Besichtigungstermin vor Ort genauer anschauen.
ALTENRIET. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat in Altenriet ein weiteres Mal über mögliche zusätzliche Parkplätze in der Nähe des Rathauses diskutiert, eine Entscheidung aber noch einmal vertagt. Aufgrund der Besucher und Mitarbeiter des Rathauses und einer Arztpraxis sind in der Neckartenzlinger Straße in Altenriet immer häufiger keine freien Parkplätze mehr zu finden. Der Nürtinger Ingenieur Werner Walter ist daher damit beauftragt worden, mögliche zusätzliche Parkflächen zu untersuchen. In der Oktober-Sitzung hatte er bereits Pläne für den Bau jeweils eines Parkplatzes auf den Grünflächen links und rechts neben der Einmündung der Kirchstraße vorgestellt (wir berichteten).
Diesmal stellte Walter mittels mehrerer Fotos die Möglichkeit dar, in der Kurve der Neckartenzlinger Straße oberhalb der Einmündung der Goethestraße zwei Senkrechtparkplätze und einen Längsparkplatz einzurichten. Eine aktuell dort stehende Parkbank sowie zwei Bäume und Hecken müssten dann allerdings entfernt werden. Mit Gesamtkosten von 13.750 Euro könnten dann an dieser Stelle drei zusätzliche Parkplätze entstehen. „Ich würde ungern auf die kleine Grünanlage zugunsten von Parkplätzen verzichten“, stellte Bürgermeister Bernd Müller fest. Auch Gemeinderätin Waltraud Becker sprach sich dagegen aus, Bäume zu fällen und „jegliche Grünfläche im Dorf zu verlieren“. Rainer Fenchel regte vor einer Entscheidung einen Ortstermin des Gemeinderats bei Tageslicht vor Ort an.
Für die möglichen Parkplätze an der Einmündung der Kirchstraße legte Werner Walter etwas modifizierte Pläne vor. Demnach würde das Anlegen des Parkplatzes südlich der Kirchstraße 4000 Euro kosten. Den Parkplatz neben dem Briefkasten, der ein Stück versetzt werden müsste, hat der Ingenieur in seinen Plänen auf eine Größe von 5 mal 2,5 Meter verringert.
Auf der anderen Seite der Neckartenzlinger Straße ließe sich an der Ecke des Rathaus-Gebäudes an der Einmündung der Brunnenstraße mit relativ geringem Aufwand ein zusätzlicher Parkplatz schaffen. Mit in die Fugen eingesetzten Alunägeln könnte dieser markiert werden mit Gesamtkosten von 800 Euro. Für die Fußgänger bliebe dann neben einem parkenden Auto an der Brunnenstraße noch eine Gehwegbreite von 1,20 Meter und an der Neckartenzlinger Straße eine Gehwegbreite von 1,60 Metern. Das einzige Problem: Wenn dort ein Auto parkt, bleibt kaum mehr Platz, die vorhandene Sitzbank zu benutzen. „Auf der Bank habe ich aber noch nie jemanden sitzen sehen“, sagte Ralf Vohrer. Thomas Lorentzen regte an, den neuen Parkplatz gleich mit einer Ladesäule für E-Autos auszustatten. Rainer Fenchel legt Wert darauf, dass für alle neuen Parkplätze eine Parkscheibenregelung gilt. „Wir wollen keine Dauerparker.“
Ingenieur Walter zeigte schließlich noch die Möglichkeit auf, oberhalb des Briefkastens im Randstreifen der Neckartenzlinger Straße durch das Entfernen der Pflanzinsel einen zusätzlichen Parkplatz zu gewinnen. Aktuell ist dort Platz für vier Fahrzeuge, ohne Pflanzinsel würden fünf Autos hinpassen. Die Umbaukosten beziffert er mit 3000 Euro.
Das Gremium verschob den Beschluss, welche Parkplätze tatsächlich geschaffen werden, auf die nächste Sitzung. Zuvor soll es noch einen gemeinsamen Ortstermin bei Tageslicht geben.
Esslingen | 19.11.2023 - 12:13
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