Kohlberg
Kohlberg modernisiert seine Sirenen
Die Gemeinde rüstet sich mit einem neuen Warnsystem für Katastrophen. Die alten Sirenen sind nicht für Notstrom geeignet und können nicht mit dem modularen Warnsystem des Bundes verbunden werden. Die neuen Sirenen sind lauter und können Sprachdurchsagen aussenden.
KOHLBERG. Die Gemeinde Kohlberg modernisiert das Sirenensystem zur Warnung im Katastrophenfall und hat dafür in diesem Jahr 21 700 Euro eingeplant. In dieser Höhe ist auch ein Zuschuss bewilligt. Das günstigste Angebot zum Austausch der Sirenen beläuft sich auf 24 743 Euro.
Einstimmig hat nun der Gemeinderat die erforderliche überplanmäßige Ausgabe von 3043 Euro beschlossen. Die Flutkatastrophe im Ahrtal war Anlass für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das Bevölkerungswarnkonzept generell zu überprüfen. Dabei wurde in vielen Orten festgestellt, dass eine Nachbesserung erforderlich ist.
Die Bundesregierung hat ein Förderungsprogramm für die Verbesserung oder den Neubau von Sirenenanlagen entwickelt, das die anfallenden Kosten zu 80 bis 100 Prozent abdeckt. Voraussetzung dafür sind der Einsatz von zukunftsorientierten elektrischen Sirenen mit zentraler Anbindung an das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) sowie eine Notstromfähigkeit.
Kohlberg hat zwar die alten Sirenen nicht stillgelegt, sondern gewartet und überprüft, verfügt allerdings nur über zwei Motorsirenen, die mit Drehstrom betrieben werden und nicht notstromfähig sind, eine auf dem Rathaus und eine auf dem Feuerwehrgerätehaus. Eine manuelle Alarmauslösung ist zwar möglich, aber nicht die Anbindung an das MoWaS-System. Außerdem fehlt eine Vorschaltsicherung am zentralen Stromanschluss vor dem Stromzähler, sodass im Fehlerfall die Sirenenabschaltung nur durch Entfernung der Panzersicherungen des kompletten Gebäudes möglich wären.
Außerdem sind die derzeitigen Sirenen zum Beispiel bei ungünstigen Windverhältnissen in Teilen von Zollernstraße, Achalmstraße und Brühlweg sowie der Tennisanlage nicht oder kaum zu hören. Darum sollen die beiden Motorsirenen durch elektronische Sirenen mit höherer Lautstärke ersetzt werden, um eine optimale Abdeckung zu erhalten, wobei das geplante neue Baugebiet mit abgedeckt wird. Das neue System hat eine Notstrombatterie und Sprachdurchsagefunktion mit Mikrofon in beiden Gebäuden. Eine zentrale, deutschlandweite Alarmauslösung ist dann ebenfalls möglich.
Durch die Variante mit größeren Sirenen erhöht sich zwar der Eigenanteil der Gemeinde, aber es ist dadurch auch derzeitig kein weiterer Standort für eine Sirene notwendig. Die Feuerwehrführung hat die Umrüstung der Sirenensysteme zwingend empfohlen. „Die neuen technischen Möglichkeiten ermöglichen uns eine effiziente Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall“, so Kommandant Sascha Patka. Mit einem ähnlichen Förderprogramm sei nach derzeitigem Stand in den nächsten Jahren nicht zu rechnen.
Bempflingen | 20.10.2022 - 05:30
Warum sich der Albverein in Bempflingen vom Naturkindergarten überrumpelt fühlt
In der Bempflinger Bürgerfragestunde meldete sich eine Vertreterin des Albvereins zu Wort. Sie zeigte sich enttäuscht darüber, dass wegen der unmittelbaren Nähe der Hütte des Naturkindergartens zum Aussichtspunkt „Bempflinger Höhe“ nicht mit dem Verein geredet wurde.