Landkreis Esslingen
Interaktive Landkarte des Landkreises: Sommerhitze – wo es im Kreis Esslingen kühle Orte gibt
Schattige Grünanlagen, Spielplätze, Trinkbrunnen, Freibäder oder Gebäude wie Museen, Bibliotheken und Kirchen – wer der Sommerhitze entfliehen möchte, findet auf einer interaktiven Karte des Landkreises Tipps für kühle Orte. Seit Juni ist das Angebot online. Wie kommt es an?
LANDKREIS ESSLINGEN. Wetterextreme nehmen wegen des Klimawandels zu. Im Sommer belastet immer häufiger Hitze die Gesundheit. Vor allem Städte heizen sich auf, aber auch im Umland sind die Menschen auf der Suche nach Orten, um sich abzukühlen. Hohe Temperaturen machen besonders Menschen ab 65 Jahre, Personen mit Vorerkrankungen sowie Säuglingen und Kleinkindern zu schaffen. Aber auch alle, die sich fit und gesund fühlen, sind an heißen Tagen auf der Suche nach Abkühlung. Wo sind im Kreis Esslingen die Stellen, an denen es sich im Hochsommer gut aushalten lässt? Weiterhelfen kann die neue Kühle-Orte-Karte des Landkreises.
Selbsterklärende Symbole
Online gegangen ist die Übersicht Anfang Juni. Unter www.landkreis-esslingen.de sind neben Grünanlagen und Gebäuden dort auch Brunnen und Trinkwasserstellen, Freibäder und als zusätzlicher Service öffentliche Toiletten aufgeführt. Für jede Kategorie gibt es ein eigenes, selbsterklärendes Symbol, etwa Wellen für eine Wasserstelle, ein Blatt für eine Stelle im Freien. „Die digitale Kühle-Orte-Karte weist den Weg zu sonnengeschützten Plätzen, um hitzebedingte Erkrankungen wie Sonnenstich, Hitzeerschöpfung bis hin zu Hitzekollaps oder Hitzschlag zu vermeiden“, sagte die stellvertretende Amtsleiterin des Gesundheitsamtes Esslingen, Christine Stotz, zum Auftakt der Aktion.
Das Besondere an der Karte, die es in ähnlicher Form bereits in anderen Kommunen und Landkreisen als Teil der Hitzeaktionspläne gibt, besteht darin, dass sie erweitert und ergänzt werden soll. Sie ist also interaktiv, das heißt, alle Bürgerinnen und Bürger können jederzeit weitere Orte hinzufügen. „Die Kühle-Orte-Karte lebt davon, genutzt, erweitert und verbreitet zu werden“, betont die Kreissprecherin Andrea Wangner. Erstellt wurde sie auf Initiative des Gesundheitsamts vom Amt für Geoinformation und Vermessung. Erste Hinweise und Tipps zu den aufgeführten Orte lieferten Bürgerinnen und Bürger bereits im September 2023, als es zur Woche der Klimaanpassung in den größeren Kreisstädten Esslingen, Kirchheim, Nürtingen, Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt und Ostfildern Aktionsstände des Gesundheitsamts gab. Die Besucher wurden damals gezielt nach Bereichen gefragt, die sie während akuter Hitzewellen aufgesucht haben. Aufbauend auf diesen Erfahrungen ist die digitale Kühle-Orte-Karte entstanden. Weitere Plätze wurden nun bei Aktionen im Landratsamt anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am 5. Juni dieses Jahres gesammelt. Seit der Freischaltung haben zudem Bürgerinnen und Bürger weitere kühle Orte direkt im Portal eingepflegt, heißt es aus dem Landratsamt.
Bislang gab es noch keine Reaktionen auf das Angebot
Über ein Tool gehen diese Vorschläge beim Amt für Geoinformation und Vermessung ein und würden dort vor Freischaltung auf ihre Plausibilität geprüft. „Die kühlen Orte werden von uns aber nicht vor Ort überprüft, wir sind hier auf die Angaben der Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, sagt Wangner. Bei Mehrfachnennungen würden neue Hinweise ergänzt. „Wir freuen uns, wenn die Kühle-Orte-Karte weiterhin durch die Bevölkerung, Kommunen und Institutionen befüllt wird – gerne auch mit Bildern und beschreibenden Tipps“, appelliert sie.
Reaktionen von möglichen Nutzerinnen und Nutzern der Karte, seien es Lob, Korrekturen oder Kritik, habe es bislang noch keine gegeben, heißt es aus dem zuständigen Gesundheitsamt. Noch weist die Karte aber auch Lücken auf: Bei einigen Kommunen im Landkreis Esslingen gab es zuletzt wenige oder keine Einträge, darunter sind etwa Plochingen, Reichenbach, Neuhausen oder Wendlingen, Köngen und Oberboihingen. Warum sich das Angebot dort offenbar noch weniger herumgesprochen hat als anderswo im Kreis, kann sich auch das Gesundheitsamt nicht erklären. Vor der Fußball-EM seien alle Kommunen im Landkreis Esslingen nochmals angeschrieben und auf die Karte hingewiesen worden, heißt es. „Das Hitzeschutz-Instrument lebt von der Beteiligung unterschiedlicher Akteure“, ermuntert die Behörde zum Mitmachen. Der Sommer ist schließlich noch nicht vorbei.
Die interaktive Karte gibt es im Internet unter www.landkreis-esslingen.de, Stichworte „Hitze und Gesundheit“. Hier kann man auch selbst kühle Orte eintragen.
Landkreis Esslingen | 08.08.2024 - 10:47
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