Unterensingen
Haushalt 2025 in Unterensingen ist beschlossene Sache
Das sind die Gründe für die späte Verabschiedung und was 2026 anders werden soll.
UNTERENSINGEN. Der Unterensinger Haushalt für 2025 ist beschlossen. Im Mai wurden Einnahmen und Ausgaben vorgestellt, Anfang Juli wurde über Anträge aus den Fraktionen diskutiert, am Montag wurde der Haushalt beschlossen. Die Anträge der Fraktionen hatten nicht zu wesentlichen Einsparungen geführt, zu hoch sind die Kosten, an denen sich nichts ändern lässt.
Dank 6,82 Millionen Euro in der Ergebnisrücklage kann der Haushalt ausgeglichen werden. Trotzdem bleibe der Ergebnishaushalt chronisch defizitär, wie Bürgermeister Sieghart Friz bereits in seiner Haushaltsrede ausgeführt hatte. Im Ergebnishaushalt stehen Erträgen von 14,1 Millionen Euro Aufwendungen von 16,3 Millionen Euro gegenüber. Im Finanzhaushalt stehen Einzahlungen von 13,7 Millionen Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit, Auszahlungen von 14,8 Millionen Euro gegenüber.
Der Schuldenstand beträgt am Jahresende pro Einwohner 1494 Euro. Der Landesdurchschnitt bei vergleichbar großen Gemeinden liege bei 517 Euro pro Einwohner. Es ist nicht vorgesehen, weitere Kredite aufzunehmen.
Friz erklärte am Tag nach der Sitzung, dass es von den Gemeinderäten noch einige Bemerkungen und Nachfragen gab, dann fiel der Beschluss. Mit dem unausgeglichenen Haushalt ist Unterensingen nicht alleine in der Region. „Wir müssen aber unsere Hausaufgaben selber machen“, so der Bürgermeister.
Dass der Haushalt erst verabschiedet wurde, nachdem die Hälfte des Jahres bereits vorbei ist, ist laut Friz dem Wechsel in der Kämmerei geschuldet. Erst zum Oktober 2024 hatte der neue Kämmerer Lorenz Kruß übernommen, und dann hatte die Finanzverwaltung noch viel Arbeit mit der neuen Grundsteuer. Die späte Haushaltseinbringung soll eine Ausnahme bleiben, so Friz.
Der Haushalt 2026 soll bereits im November oder Dezember dieses Jahres eingebracht werden, damit er noch in Friz’ Amtszeit verabschiedet werden kann, die Ende Februar endet. Dann kann sich die Nachfolge im kommenden Jahr in Ruhe einarbeiten. „Das Jahr 2026 wird finanziell und personell ein Übergangsjahr“, sagt Friz. Dann können Angefangenes abgeschlossen werden.
Landkreis Esslingen | 30.07.2025 - 12:35
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