Kirchheim
Das Alte Wachthaus in Kirchheim soll im Mai 2026 wiedereröffnen
Bei der Sanierung des Alten Wachthauses in Kirchheim wurde Unerwartetes gefunden. Dennoch soll im Mai 2026 wiedereröffnet werden. Jetzt wird die Fassade verputzt.
KIRCHHEIM. Die Sanierung des denkmalgeschützten Alten Wachthauses am früheren „Oberen Tor“ schreitet sichtbar voran. Seit Oktober 2024 wird das historische Gebäude aus dem Jahr 1829 umfassend restauriert. Die Stadt Kirchheim investiert insgesamt 4,4 Millionen Euro, um das Kulturdenkmal zu erhalten und für die Zukunft zu sichern.
Nach intensiven Arbeiten im Innenbereich ist das Gebäude inzwischen vollständig eingerüstet. Damit startet eine neue Phase der Maßnahme: die Sanierung der Außenfassade. „Der Gerüstaufbau markiert den Übergang zu den bevorstehenden Fassadenarbeiten“, informiert die Stadtverwaltung. Der neue Außenputz soll voraussichtlich im November 2025 aufgebracht werden. Bis dahin wird das heute sichtbare Fachwerk, das viele Kirchheimer seit Jahrzehnten kennen, aus dem Stadtbild verschwinden. Ziel ist es, das Wachthaus wieder in seiner ursprünglichen Gestalt als klassizistisches Bauwerk zu präsentieren.
Ursprünglich war das 1829 errichtete Haus vollständig verputzt worden – nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch zum Schutz der tragenden Holzkonstruktion. Im Jahr 1957 wurde jedoch das Fachwerk freigelegt, was sich im Nachhinein als schädlich für die Bausubstanz herausstellte. Experten machen diese Freilegung mitverantwortlich für die schweren Schäden, die nun saniert werden müssen.
Nur rund 30 Prozent der Originalhölzer sind noch verwendbar
Bei den Arbeiten im Innenraum stellte sich heraus, dass nur rund 30 Prozent der Originalhölzer noch verwendbar sind. Zudem war das Fundament des Gebäudes instabiler als zunächst angenommen. Die Tragwerksplanung musste angepasst werden, und kräftige Holzbalken sichern das Gebäude derzeit provisorisch. Diese Stützen sollen nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wieder entfernt werden.
Ein unerwarteter Fund sorgte während der Arbeiten für Aufsehen: Unter dem Wachthaus entdeckten Arbeiter Teile der alten Stadtmauer. Dieses bislang überbaute Stück Stadtgeschichte wurde zur Begutachtung freigelegt. Die Entdeckung führte zwar zu einer leichten Verzögerung der Rohbauarbeiten, doch durch Anpassungen im Bauablauf soll der ursprüngliche Zeitplan weitgehend eingehalten werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem markanten Turm des Alten Wachthauses. Während der Sanierungsarbeiten wird dieser Turm vorsichtig abgenommen, umfassend restauriert und anschließend originalgetreu wieder aufgesetzt.
Die Sanierung soll bis Ende März 2026 abgeschlossen sein. Die Stadt plant, das Gebäude dann an den bisherigen Pächter zu übergeben. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Gastronomiebetrieb pünktlich zur Biergartensaison im Mai 2026 wiedereröffnen und das sanierte Wachthaus erneut mit Leben füllen.
Aichtal | 02.05.2025 - 16:55
Hochbeet in Aichtal in Brand geraten
AICHTAL. Zu einem Brand auf einem Balkon sind Feuerwehr und Polizei am Freitagmorgen in die Adalbert-Stifter-Straße ausgerückt. Ersten Erkenntnissen zufolge waren mehrere Zigarettenstummel in einem Beet abgelegt worden, das daraufhin stark zu ...
Landkreis Esslingen | 02.05.2025 - 12:16
Mutmaßlich alkoholisiert in Filderstadt von Fahrrad gestürzt
FILDERSTADT. Ein mutmaßlich unter Alkoholeinfluss stehender Radfahrer musste am Donnerstagnachmittag nach einem Sturz in eine Klinik gebracht werden. Der 67-Jährige befuhr mit seinem E-Bike gegen 16.45 Uhr einen Feldweg bei der Sielminger ...