Nürtingen
Musikalische Einstimmung auf Weihnachten in Nürtingen
Licht der Hoffnung: Das Elaia Quartett brachte Klassisches und festliche Klänge mit in die Kreuzkirche.
NÜRTINGEN. Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür, und unsere Aktion „Licht der Hoffnung“ hat die Besucher am Sonntagabend beim Weihnachtskonzert des Elaia Quartetts stimmungsvoll aufs Fest der Liebe eingestimmt. „Klasse“, „sehr schön“, „perfekt beherrschte Instrumente“ und „unglaublich harmonisch“ lauteten die Kommentare der begeisterten Zuhörer nach dem Auftritt der vier jungen Musikerinnen.
Thomas Holzwarth vom Senner-Verlag begrüßte die 200 Gäste in der fast ausverkauften Kreuzkirche. Der Organisator des Festivals der Hoffnung bedankte sich bei der Stadt Nürtingen fürs kostenlose zur Verfügung stellen der Kreuzkirche, bei der Stiftung Kreissparkasse für die finanzielle Unterstützung des Abends, und beim Team der Fahrradwerkstatt der Seegrasspinnerei für die Übernahme es organisatorischen Rahmens rund ums Konzert.
Ausdrucksvolle Spielweise der Kompositionen von Haydn und Beethoven
Mit dem bekannten Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ eröffneten die vier Musikerinnen das Konzert. Die Instrumente von Barbara Köbele (Violine), Cigdem Tuncelli Sinangil (Violine), Francesca Rivinius (Viola) und Karolin Spegg (Violoncello) harmonierten vom ersten bis zum letzten Stück perfekt zusammen. „Barbara Köbele und ich haben heute fast ein Heimspiel“, stellte Karolin Spegg die Mitglieder ihres Quartetts dem Publikum vor. Beim Streichquartett op. 77 Nr. 2 in F-Dur von Joseph Haydn passte kein Blatt zwischen die Harmonie der vier Streichinstrumente, mit denen „Allegro“, „Menuetto-Trio“, „Andante“ und zum Finale „Vivace assai“ gespielt wurden.
„Haydn und Beethoven kannten sich, wobei Beethoven noch am Anfang seiner musikalischen Karriere war“, kündigte Cigdem Tuncelli Sinangil den zweiten Block des Konzerts, das Streichquartett Nr. 3 op. 18/3 in D-Dur von Ludwig van Beethoven, an. Auch hier glänzten die jungen Künstlerinnen mit ihrem ausdrucksvollen Spiel, in dem sie auch die anspruchsvollen Tempis des „Allegro“, „Andante con moto“, „Allegro“ und „Presto“ gekonnt und harmonisch meisterten.
Lang anhaltender Beifall des fachkundigen Publikums beendete den knapp einstündigen ersten Teil des Weihnachtskonzertes des „Festivals der Hoffnung“.
Schwungvoller zweiter Teil in A-Moll
Mit dem afroamerikanischen Weihnachtssong „Go Tell it on the Mountain“ begann der zweite Part des Konzerts. Dieser gestaltete sich etwas schwungvoller und leichter, als die Stücke Haydns und Beethovens. Barbara Köbele informierte über die afroamerikanische Komponistin des Streichquartetts Nr. 2 in A-Moll, Florence Price. „Die Musik der nicht so bekannten Komponistin vereint klassische Streichmusik und afroamerikanische Community“. Mit dem „Moderato“, „Andante cantabile“, „Juba: Allegro“ und „Finale: Allegro“ präsentierte das Elaia Quartett mit ihren Streichinstrumenten ein 30-minütiges musikalisches Feuerwerk.
„Der schwungvollere Teil von Florence Price hat mir besonders gut gefallen“, war Oberbürgermeister Johannes Fridrich von diesem Part der vier Musikerinnen besonders angetan. Ähnlich erging es auch Bürgermeisterin Annette Bürkner. Nach zwei Zugaben endete ein gelungener Abend, dem die vier Musikerinnen mit ihrer Unbeschwertheit und großem musikalischen Können die richtige Note und Würze verliehen hatten.
Apropos Würze. Wenn man den Namen „Elaia“ googelt, erscheint als Antwort „Elaia bedeutet Ölbaum oder Olive, und ist ein griechischer Name, der Frieden, Weisheit und Wohlstand symbolisiert“. „Unsere Gründungsphase hat in Italien, mit Blick auf Olivenbäume stattgefunden“, erläuterte Barbara Köbele die Namenswahl ihres Quartetts. Und dieses erhielt auch von fachkundiger Seite ein dickes Lob. „Alle Musikerinnen haben ihre einzelnen Instrumente perfekt beherrscht, und unglaublich harmonisch miteinander gespielt. Das war solistisch 1a, und die vier jungen Damen wirkten musikalisch bereits unheimlich reif“, urteilte der Nürtinger Musiker und Musiklehrer Klaus-Peter Heilemann.
Das Festival der Hoffnung findet am Dienstag, 6. Januar, um 18 Uhr im Udeon Unterensingen seine musikalische Fortsetzung. Dort präsentieren die Bayerin Magdalena Kiss und der New Yorker Dan Wall als Tandem „Tante Friedl“ mit dem Akkordeon und Banjo Volksmusik, die oft weit über die Heimatregionen hinausgeht. Karten gibt es im Vorverkauf beim Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Am Obertor 18 in Nürtingen.