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Plattform für 200 Ausbildungsberufe

Philipp-Matthäus-Hahn-Schule weckte auf der Messe „Berufswelten“ die Lust aufs Handwerk bei vielen Schülern

Bei vielen Schülern und anscheinend auch bei Landrat Heinz Eininger (Mitte) war das Interesse am Schreinerhandwerk groß. Foto: rf

Am Samstag hatten Schüler und Eltern die Gelegenheit, sich bei den bereits zum zwölften Mal veranstalteten „Berufswelten“ an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule ausgiebig über das vielfältige Ausbildungsangebot zu informieren.

NÜRTINGEN. Bei einem Rundgang zeigte der neue Schulleiter Wolf Hofmann Landrat Heinz Eininger, Dieter Proß, IHK-Leiter des Referats Beruf und Qualifikation, und Kreishandwerksmeister Karl Bossler das Messeangebot. „Wir haben eine Überakademisierung und müssen dafür werben, dass sich über das Erlernen eines Berufes viele Chancen zu weiteren Qualifikationen ergeben“, brach Landrat Eininger eine Lanze für die in Nürtingen angebotenen Schularten.

An den Ständen im Eingangsbereich präsentierten sich Firmen aus Nürtingen und dem Umland. Hier konnten sich Schüler von Ausbildern und Auszubildenden ausführlich über vielfältige Berufsfelder beraten lassen. Die Fachlehrer der PMH-Schule standen zu Beratungen in zwei dafür vorbereiteten Klassenzimmern parat. Mit Aktionsständen präsentierten sich unter anderem die Jugendagentur für Arbeit, IHK, die Kreishandwerkerschaft, der Internationale Bund und die Partnerschule Wamba Luadi. Die PMS-Schule unterstützt seit über 30 Jahren die Handwerkerschule und das Krankenhaus in Wamba Luadi in der Demokratischen Republik Kongo.

Beim Stand der Maurer legte der Landrat dann selber mit Hand an. „Uns fehlen in diesem Bereich Fachkräfte“, freute sich Fachlehrer Andreas Allmendinger über das Interesse von Eininger. Über 200 Ausbildungsberufe wurden am Samstag vorgestellt und Kontakte hergestellt, damit Schüler in den Betrieben, Innungen und überbetrieblichen Ausbildungsstätten diese Berufe in Praktika hautnah erleben können.

Angenehm nach frisch bearbeitetem Holz roch es in den drei Hallen der Zimmerer und Tischler. Erstmals bei den Berufswelten mit einem Stand vertreten war die Schreinerei Geissler aus Oberboihingen. „Es ist schwer gute Leute zu finden, die in den für den Schreinerberuf wichtigen Fächer Mathematik und Technik qualifiziert sind“, berichtete Firmenchef Rainer Geissler.

Dass aber Interesse am Schreinerberuf besteht, stellte Meister Christof Wagner fest: „Es waren schon viele Interessenten da, zwei davon wurden zu einem Praktikum eingeladen“. Im Bereich KFZ präsentierten die Schüler der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule einen von ihnen getunten BMW und auf einer Autowippe konnte man mit einem Smart sein fahrerisches Geschick unter Beweis stellen. Etwas fürs Auge bot das von der ebenfalls präsenten Sparte Farbe präsentierte Bodypainting.

„Es gibt hier Berufe, die man noch gar nicht kennt“

Julian Langer

Zahlreiche Jugendliche und ihre Eltern nutzten das gestrige Angebot, sich vor Ort zu informieren. So auch der 15-jährige Realschüler Julian Langer aus Frickenhausen, der gemeinsam mit seinen Eltern erstmals eine Berufsmesse besuchte. „Es gibt hier Berufe und Firmen, die man noch gar nicht kennt“, war Vater Jürgen Langer vom vielfältigen Angebot der Berufswelten angetan. Und Sohn Julian hatte sogar schon einen beruflichen Favoriten für sich ausgemacht: „Verfahrenstechniker Kunststoff“ sagte Julian, der 2016 die mittlere Reife in der Tasche hat, am meisten zu.

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