Neuffen
Neuffen platzt aus allen Nähten: Der Bergpreis 2026 ist gestartet
Seit 10.20 Uhr ist das erste Schaurennen im Gange. Den ganzen Tag über heulen die Motoren auf der historischen Neuffener Steige. Tausende Zuschauer und reichlich Prominenz sind vor Ort.
NEUFFEN. Der Lärm der Motoren, die an diesem Sonntag seit den frühen Morgenstunden für Stimmung sorgen, ist weit über die Stadtgrenzen hinaus zu hören: Schon seit Tagen pilgern Autoliebhaber aus nah und fern mit ihren Schmuckstücken nach Neuffen – jetzt ist die vierte Auflage des Bergpreises Schwäbische Alb auch offiziell gestartet. Seit 10.20 Uhr preschen die ersten Fahrer die rund 4 Kilometer lange Strecke auf der Neuffener Steige hinauf, unter dem Jubel von Tausenden Menschen, die sich am Seitenrand versammelt haben. Die Chancen stehen gut, dass nochmal mehr als die rund 20.000 Besucher vom vergangenen Jahr dabei sind: Die Parkplätze sind voll, schon weit vor dem Start gab es dichtes Drängen hinter den Absperrungen.
Und so gab es kein Halten mehr, als dann schließlich Moderatoren-Urgestein Rainer Klink grünes Licht für die erste Fahrzeugkolonne gab – und ein Oldtimer nach dem anderen über die Pflastersteine der Neuffener Innenstadt rollte. Es geht bei den Schaufahrten nicht um die Zeit. Angeführt wurde die Eröffnungsfahrt wie immer von Neuffens Bürgermeister Matthias Bäcker. Und obwohl der Schultes ein letztes Mal als aktiver Rathauschef beim Bergpreis dabei ist – die Teilnahme an der ersten Fahrt hat er sich auf Lebenszeit zusichern lassen. „Ein bisschen wie der Papst“, wie er scherzhaft sagte. Es ist also nicht seine letzte Fahrt beim Bergpreis, und doch hat er namhafte Unterstützung in seinem BMW bekommen: Neben ihm hat VfB-Legende Guido Buchwald Platz genommen, auf der Rückbank saß Landrat Marcel Musolf.
Es warten noch zwei weitere Rennen
Es ist nicht die einzige Prominenz, die an diesem sommerlichen Sonntag bei strahlendem Sonnenschein den Weg in die Tälesstadt gefunden hat. Auch die ehemaligen Rennfahrer Leopold Prinz von Bayern, Klaus Ludwig, Bernd Schneider und Joachim Winkelhock sind vor Ort – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Besondere Aufmerksamkeit genoss Hans-Joachim Stuck: Fleißig verteilte die Rennfahrer-Legende den ganzen Morgen über Autogramme, strahlte in die Selfie-Kamera – und schwelgte in Erinnerungen. „Das dritte Rennen meiner Karriere bin ich hier beim Bergrennen in Neuffen gefahren“, so der 75-Jährige. Die Rede ist wohlgemerkt vom Jahr 1969. Und so dürfte „Strietzel“, der zur Stunde die Neuffener Steige hoch- und runterfährt, am Sonntag wohl die ein oder andere Erinnerung an diese Zeit durch den Kopf gehen.
Auch außerhalb der professionellen Motorsportwelt sind bereits bekannte Gesichter zu sehen gewesen: So waren unter anderem Tatort-Kommissar Richy Müller und Kabarettist und Soko-Darsteller Michael Gaedt Teil der ersten Fahrzeugkolonne des Bergpreises. Das Programm für den heutigen Sonntag ist prall gefüllt: Um 13.30 Uhr startet der zweite Schaulauf, um 16.15 Uhr der dritte. Alle Neuigkeiten zum Bergpreis Schwäbische Alb erhalten Sie in unserem Live-Ticker.
Nürtingen | 04.09.2026 - 16:00
Nürtingens Partnerstadt Oullins: Eine einzigartige Einladung im Gepäck
Anlässlich des Nürtinger Weindorfs war eine Delegation aus dem französischen Oullins-Pierre-Bénite zu Besuch. In vier Jahren wird die ganze Welt auf die 40.000-Einwohner-Gemeinde südlich von Lyon blicken.