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Hangsicherung soll im Frühjahr beginnen

Am Montag fand ein Infoabend für die vom Hangrutsch betroffenen Anwohner in Zizishausen statt

So sah der Hang in Zizishausen im April aus. Archivfoto: Holzwarth

Gut 18 Monate liegt der Hangrutsch oberhalb der Zizishäuser Panoramastraße nun zurück. Nach ersten Maßnahmen zur Hangsicherung und Erstellung geologischer Gutachten wurde nun ein Maßnahmenplan zur dauerhaften Hangsicherung entworfen, der den betroffenen Anwohnern am vergangenen Montag im Rathaus Zizishausen vorgestellt wurde.

NT-ZIZISHAUSEN (nt/psa). Rund 50 Anwohner folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, um Fragen rund um die aktuelle Situation und das weitere Verfahren zu stellen. Der Technische Beigeordnete Andreas Neureuther und Walter Haußmann, Leiter des Bauverwaltungsamtes, erläuterten die Ergebnisse der regelmäßigen Messungen. Laut diesen sei der Hang stabil. Die geringfügige Veränderung einiger Messpunkte von wenigen Zentimetern bewege sich im normalen, unbedenklichen Bereich.

Dr. Klaus Kleinert vom Büro Vees und Partner wurde als unabhängiger Sachverständiger in das Verfahren mit einbezogen. Er stellte im Anschluss die geplanten Maßnahmen zur Hangsicherung vor. So soll eine mit rund 30 Dauerankern gesicherte Spritzbetonwand im mittleren Teil des betroffenen Grundstücks die Hauptlast des Hanges tragen. Mehrere im Abstand von rund sechs Metern verlegte Drainagen sollen das auftretende Schichtwasser aus dem Hang leiten, um dessen Stabilität weiter zu erhöhen. Da sich diese Drainageleitungen über mehrere Grundstücke erstrecken, müssen die betroffenen Eigentümer die Arbeiten explizit zulassen.

Daher müssen die Arbeiten im Detail zwischen dem Bauherren und den Nachbarn abgestimmt werden. Als letzte Sicherungsmaßnahme soll der Hang dauerhaft begrünt und bepflanzt werden. Diese Maßnahmen hat der Bauherr zwingend durchzuführen.

Aufgrund der Witterungsverhältnisse und der notwendigen Ausschreibungen werden die Bauarbeiten laut des Sachverständigen voraussichtlich frühestens im April oder Mai 2018 beginnen können. Die Herstellung der Drainagen und die Installation der Spritzbetonwand dürften rund sechs Monate in Anspruch nehmen.

Walter Haußmann führte weiterhin aus, dass die Felsböschung oberhalb der Panoramastraße, die ein Naturdenkmal ist, in seiner Standsicherheit nicht gefährdet ist.

Eine erste Maßnahme zur vorläufigen Hangsicherung bestand im Abdecken des Geländes mit großen Folien. Besorgte Anwohner brachten ihr Unbehagen über das darauf schnell abfließende Regenwasser zum Ausdruck, da sie eine Überschwemmung der darunter liegenden Grundstücke befürchten.

Kleinert erklärte, dass die Folien das Eindringen von Regenwasser in den Hang reduzieren und somit eine Erosion des Hangs bei Starkregen verhindern. Das auftretende Oberflächenwasser könne über die Kanalisation abfließen. Auch die weiteren Fragen konnten Kleinert und die Mitarbeiter der Verwaltung beantworten. So wird der Sachverständige Kleinert die Hangsicherungsmaßnahmen im Auftrag der Stadt weiter begleiten. Die Anwohner nahmen damit den Maßnahmenplan zustimmend zur Kenntnis.

In der vergangenen Woche haben auf dem Grundstück des Neubaus an der Hangoberkante Bohrarbeiten zur Erdwärmeversorgung begonnen. Die Bohrungen sind für die Stabilität des Hanges unbedenklich und wurden vom Landratsamt Esslingen nach Einholung eines entsprechenden geologischen Gutachtens genehmigt. Die Anwohner wurden über diese Maßnahme zuvor vom Bauherren informiert.

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