NÜRTINGEN. Juhu, bestanden! 22 frischgebackene Gesellen erhielten vom Prüfungsvorsitzenden der Schreinerinnung Esslingen-Nürtingen, Steffen Klenk, nach dreijähriger Lehrzeit die Bescheinigung zur bestandenen Abschlussprüfung. Zu ihrer Ausbildung gehörte neben der Holzbearbeitung der Umgang mit modernen Werkzeugen und computergesteuerten Maschinen. Günther Alber, Obermeister der Schreinerinnung, vermutet, dass die Modernisierung der Maschinen einer der Gründe ist, warum sich das Schreinerhandwerk schwertut, Nachwuchs zu bekommen. „Der Schreinerberuf ist anspruchsvoller geworden“, stellte Alber fest. Umso mehr freue es ihn, dass beinahe alle Auszubildenden die Prüfung bestanden haben. Besonders freute sich der Obermeister, dass auch drei Frauen den Schreinerberuf erlernt haben.
Bei der Abschlussprüfung mussten die Prüflinge eine vorgegebene Arbeitsprobe – in diesem Jahr ein Serviertablett – herstellen sowie das Gesellenstück nach eigener Idee und Kreation. Für die Kür hatten die Lehrlinge 80 Stunden Zeit.
In diesem Jahr stach ein Auszubildender besonders heraus: „Jens Weber hat sich mit 42 Jahren entschlossen, nochmals die Berufsschulbank zu drücken, um Schreinergeselle zu werden. Deshalb zeichnen wir ihn mit einem Sonderpreis aus“, so Alber.
Die Gesellenstücke konnten am Sonntag in der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule besichtigt werden. Der Obermeister war von allen Abschlussarbeiten begeistert: „Es ist herrlich zu sehen, mit wie viel Ehrgeiz und Enthusiasmus die Auszubildenden ihre Kür meisterten.“
Achim Pasold, Mitglied der Jury, überreichte die Präsente aus dem Wettbewerb „Gestaltete Gesellenstücke“ an sechs ausgezeichnete Lehrlinge. Der Elektrowerkzeughersteller Metabo sponserte die Preise. Die Gewinner im Gestaltungswettbewerb: Prädikat „gute Gestaltung“: Luca Gökeler und Timon Süßmilch; Prädikat „besondere handwerkliche Leistung“: Daniel Kucher, Gabriel Günther Lerch und Anna Steiner.