Raul Guerreiro, Nürtingen. Selbstverständlich ist Gewalt ein Schockerlebnis. Sei es als gewünschter krankhafter Genuss für Millionen von Video- oder Filmzuschauern oder dann als unerwünschte Realität in Fußballstadien, Straßen et cetera. Der Silvesterabend in Köln ist aber prinzipiell eine Massenbestialität. Diese von jedem ethischen Ideal entleerte Orgie von infantilem Verhalten unterbricht gewaltsam die friedeninspirierende weihnachtliche Periode vom 25. Dezember bis 6. Januar und ist dazu prädestiniert, vor allem durch die beschämende Tradition von Alkoholexzessen, die niedrige menschliche Natur zu provozieren.
Wieso jetzt auf unserer gesamten Politikbühne diese Fokussierung auf ein kurz andauerndes Ereignis (dazu die rassistischen Kommentare „arabischer oder nordafrikanischer Herkunft“), wenn in unserer eigenen Gesellschaft und in einem viel sensibleren Lebensbereich kontinuierlich viel Schlimmeres passiert? Die vorletzte Statistik des Bundeskriminalamts und der Deutschen Kinderhilfe sprach nämlich von einer erschreckenden Zahl von Kindesmissbrauch in Deutschland. Täglich würden fast 50 Kinder misshandelt oder sexuell missbraucht. Ja, das sind zwei Kinder pro Stunde, wobei das nur den bekannt gewordenen Fällen entspricht. Warum erscheinen diese wirklich schockierenden Gewaltrealitäten nicht in den Haupttiteln der Medien?
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
Hirnlose Silvesterknallerei
Klaus Morunga, Neuffen.
Endlich, 29. Dezember 2025, Verkaufsbeginn Feuerwerk! Fast alle freuen sich. Mein kleiner Paco auf vier Pfoten war nicht begeistert als um 8.05 Uhr die erste Batterie aus Richtung Linsenhofen mit circa. 20 Schüssen abgefeuert ...
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
Paulus macht Wandlung zum Guten durch
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Saulus oder Paulus“ vom 22. Dezember.
Der Leserbriefschreiber irrt, wenn er zwischen Saulus und Paulus ein Oder setzt. Paulus von Tarsus, der erste und vielleicht bedeutendste Missionar der frühen ...