Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Saulus oder Paulus“ vom 22. Dezember.
Der Leserbriefschreiber irrt, wenn er zwischen Saulus und Paulus ein Oder setzt. Paulus von Tarsus, der erste und vielleicht bedeutendste Missionar der frühen Christenheit, wäre ohne sein Leben als Pharisäer, das er vor seiner Berufung führte, nicht denkbar. Seine Bedeutung erreichte er jedoch nicht als Christenverfolger, sondern nach seinem Damaskuserlebnis – also in seiner Wandlung zum Besseren. Rechte Kreise würden ihn heute vielleicht als „Gutmensch“ schmähen. Er machte eine Wandlung zum Guten durch. Ob es nun gut sein kann, als einst professioneller Vertreter eines Teils der Beschäftigten die Tarifautonomie aus Artikel 9 des Grundgesetzes infrage zu stellen oder als langjähriger Pädagoge und Kirchenmusiker den zweiten Feiertag an kirchlichen Hochfesten auf dem Altar des Kapitalismus zu opfern, ist fraglich. Ob es gut sein kann, über Menschen zu lästern, die an den Werten festhalten, die ihnen einst die Genannten vermittelten, ist eine weitere, eigentlich leicht zu beantwortende Frage. Für Menschen, die auf unsere Werte verzichten möchten, vielleicht – für anständige Menschen nicht. Heiligabend, morgens um neun: Zeit, dem Redaktionsteam meiner Heimatzeitung für seine Arbeit im ablaufenden Jahr zu danken.
Leserbriefe | 13.03.2026 - 05:00
Rückhalt für Entscheidungsträger
Franziska Reuß, Nürtingen.
Mit Verwunderung stelle ich immer wieder fest, dass die Kritik am Projekt Stadtbalkon nach über drei Jahren nicht abebbt. Die Möglichkeit, politische Entscheidungen zu kritisieren, ist glücklicherweise Grundpfeiler unserer ...
Leserbriefe | 13.03.2026 - 05:00
Keine sinnvolle Forderung
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Zitat des Tages von Jan van Aken vom 5. März.
Die Linke kann solche Forderungen stellen, weil sie hoffentlich nie in Regierungsverantwortung kommt. Leider gibt es immer ein paar Leute, die glauben, wenn die ...