Stefan Kromer, Wendlingen. Zum Tagesthema „Sorry Deutschland“ vom 16. November. Da beklagt Herr Köster, dass wir armen Deutschen nun wohl auch den Iren aus der finanziellen Patsche helfen müssen. Wer konnte denn auch ahnen, dass so ein steuerlicher Wettlauf unter Ländern irgendwann damit endet, dass der vermeintliche Sieger, der alle Unternehmen mit Niedrigsteuern angelockt hat, am Ende, in Ermangelung von Einnahmen, seine Zahlungsunfähigkeit zu beklagen hat. Genauso Überraschendes durfte man in der gleichen Ausgabe zum Thema Ein-Euro-Jobs lesen. Man hat doch jetzt tatsächlich herausgefunden, dass diese Niedrigstlohnjobs doch nicht für ein neues Jobwunder sorgen werden. Obendrein sollen damit sogar Arbeitslosenstatistiken geschönt worden sein. Nicht zu fassen, hat sich da der ehemalige Superminister, heute im Dienste eines Zeitarbeitsunternehmens, wirklich so geirrt?
Solange gewisse Maßnahmen scheinbar Erfolg zeigten, las man in unserer Zeitung eher wenig kritische Texte dazu. Im Gegenteil, die Mitglieder der ganz großen Koalition wurden regelmäßig hofiert und gefeiert. Aber vielleicht hat man sich ja die kritischen Kommentare bisher nur aufgespart. Womöglich wird demnächst festgestellt, dass ein gemeinsamer Wirtschaftsraum auch gemeinsame Spielregeln, sprich gleiche Steuersätze benötigt, um zu funktionieren. Vielleicht erscheint aber auch demnächst die Meldung, dass nur gut bezahlte und sichere Arbeitsplätze eine Binnenwirtschaft beleben.
Am meisten würde ich mir aber wünschen, dass die Herren Redakteure wenigstens mal zu der Erkenntnis kämen, dass das gedankenlose Nachplappern von neoliberaler Wirtschaftslogik jeden eines Tages mal einholt.
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
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Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
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