Werner Burbach, Nürtingen. Zum Artikel „Niederlage für Boss-Gegner“ vom 2. Juli. Dieter Braunmüller wollte mit seiner Partei einen Bürgerentscheid zur großflächigen Bebauung durch die Firma Boss realisieren. Dieser Bürgerentscheid wurde nicht zugelassen, die Rechtmäßigkeit der Nichtzulassung ist nun auch gerichtlich bestätigt. Es wird unter anderem moniert, dass der Inhalt der Abstimmung für die Bürger nicht eindeutig gewesen sei. Für mich, als politisch interessierter Bürger, war immer eindeutig, dass es um die Bebauung durch die Firma Boss ging. Weniger eindeutig war, wie viele Mitarbeiter der Firma Boss von heute vorhandenen Lagern nach Nürtingen versetzt werden und wie viele neue Arbeitsplätze tatsächlich geschaffen werden. Dadurch blieb unklar, ob es eine vernünftige Relation zwischen Landverbrauch, der Belastung durch Schwerkraftverkehr und der Schaffung neuer Arbeitsplätze geben würde. Die Meinung der Nürtinger wäre aufschlussreich gewesen und hätte Bürgernähe der politisch Handelnden gezeigt. Den Prozess hat Dieter Braunmüller nun nicht gewonnen, für mich ist er durch seine Geradlinigkeit allerdings der moralische Gewinner.
Politik und Verwaltung sind sicher in der Verantwortung, Industrieansiedlungen auf Gewerbeflächen zu realisieren, um zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Würde dies mit Firmen gelingen, die innovative, zukunftsorientierte Entwicklungspotenziale haben und deren Ansiedlung eine ökologisch vertretbare Belastung darstellt, würden neue Arbeitsplätze entstehen und es könnten höhere Steuereinnahmen generiert werden. Dies wäre für Nürtingen eine begrüßenswerte Entwicklung.
Leserbriefe | 06.02.2026 - 05:00
Eine Idee von Besserverdienenden
Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Zahnbehandlung nicht mehr als Kassenleistung“ vom 2. Februar.
Dieser Bericht schreit nach einem Leserbrief. Dass aus CDU-Wirtschaftskreisen vorgeschlagen wird, zahnärztliche Leistungen weiter aus der gesetzlichen ...
Leserbriefe | 06.02.2026 - 05:00
Beängstigende Ambitionen
Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Wenn AfD-Politiker in das Visier der Strafjustiz geraten“ vom 4. Februar.
Auf Seite 3 der Zeitung vom 4. Februar wird AfD-Kandidat Markus Frohnmaier zitiert: Extremismus habe in der AfD keinen Platz. Frohnmaier ...
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