Leserbriefe

Familien-Stress auf dem Radweg

27.06.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralf Epple, Frickenhausen. An die früheren Diskussionen hier im Leserforum, warum der „tolle Radweg“ entlang der Kreisstraße 1219 bei Unterensingen von sportlichen Radfahrern oft nicht benutzt wird, musste ich in den letzten Wochen denken, als ich mit meinen Kindern zwei Mal – zum ersten Mal überhaupt – dort fuhr.

Bei der ersten Fahrt im Mai war der Weg von seitlichen Sträuchern überwachsen und furchtbar eng. Dies war bei meiner Fahrt an Fronleichnam schon besser. Eventuell hat meine schriftliche Bitte an Landrat Eininger hier den Auslöser gegeben, die Sträucher zurückzuschneiden.

Doch leider ragen etliche dornenbehaftete Rosen- und Brombeergewächse schon wieder in fiesen Ruten hinein. Sie zwingen oft dazu, bis zur Mitte des Radwegs auszuweichen, was bei der hohen Verkehrswichtigkeit dieses Weges gefährlich ist. Leider ist nicht jeder bereit, selbst mit kleinen Kindern im Schlepptau und trotz Handzeichen, langsam zu machen, notfalls auch mal zu warten.

Auch ansonsten genügt der Radweg nicht den Ansprüchen an verkehrssichere Wege. Der Fahrbahnrand ist oftmals gar nicht vorhanden. Und auch wenn der Weg die vorgeschriebene Breite von zwei Metern gerade so einhalten sollte, reicht das bei diesem Verkehrsaufkommen nicht aus. Für einen Radfahrer werden gemeinhin 70 Zentimeter Breite angenommen. Bei zwei Mal 70 Zentimeter verbleiben im optimalen Fall gerade zwei DIN-A4-Blätter zwischen den Lenkerenden. Bei den zuweilen rücksichtslos von vorn und hinten heranrasenden Pseudosportlern ist das für eine Familie mit kleineren Kindern der pure Stress.

Mit zügiger Fahrweise sollte dieser Weg nicht benutzt werden. Die Risiken sind erheblich höher als bei Benutzung der Fahrbahn, auf der man mehr Platz und bessere Sichtverhältnisse hat. Zügige Radfahrer, insbesondere die brems- und anhalteunwilligen, sollten auf die Fahrbahn ausweichen und nicht Fußgänger und langsamere, unsichere Radfahrer unnötig gefährden.

Ich bitte die Autofahrer um Rücksicht und Verständnis für Fahrbahnradler, die sich an der eigenen Sicherheit und dem Paragraphen 2 der Straßenverkehrsordnung orientieren. Radwege sind lediglich eine Alternative zur Fahrbahn und dürfen nur mit begrenzter Geschwindigkeit befahren werden.

Leserbriefe

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