Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Daniel ist mein Engel aus Deutschland“ vom 24. August. Seit meinem Studium vor über 40 Jahren trage ich im Kopf ein großes Bündel an Gedichten mit mir herum, Studienliteratur im Fach Sprecherziehung, das ich nach dem Pflichtjahr einige Semester freiwillig und gemeinsam mit Schauspielschülern belegt hatte. Aus diesen Gedichten tauchen immer wieder Verse und Zeilen auf, wenn sie assoziativ angesprochen werden. Aus Paul Celans „Todesfuge“, damals gerade seit zehn Jahren in Deutschland veröffentlicht, und später auch Gegenstand im fächerübergreifenden Unterricht, gehört eine Zeile der letzten Strophe zu diesen Begleitern.
Spontan erschien mir dieser Vers bei der Lektüre von Jürgen Gerrmanns anrührendem Bericht über die lebensrettende Stammzellenspende eines jungen Mannes aus Raidwangen für eine israelische Mutter. Die Worte der Zeitungsüberschrift wurden so zu einem Hoffnung stiftenden, entlastenden Kontrast zu Celans beschämender und deprimierender Anklage: Statt „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ mag es nun bescheiden, aber glücklich heißen „Leben ist ein Engel aus Deutschland“.
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
Hirnlose Silvesterknallerei
Klaus Morunga, Neuffen.
Endlich, 29. Dezember 2025, Verkaufsbeginn Feuerwerk! Fast alle freuen sich. Mein kleiner Paco auf vier Pfoten war nicht begeistert als um 8.05 Uhr die erste Batterie aus Richtung Linsenhofen mit circa. 20 Schüssen abgefeuert ...
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
Paulus macht Wandlung zum Guten durch
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Saulus oder Paulus“ vom 22. Dezember.
Der Leserbriefschreiber irrt, wenn er zwischen Saulus und Paulus ein Oder setzt. Paulus von Tarsus, der erste und vielleicht bedeutendste Missionar der frühen ...