Erika Czuday, Nürtingen. Zum Artikel „Bald gibt es die Feldwebelin und die Bootsfrau“ vom 12. September. Sogar mein Rechtschreibprogramm steigt aus. Die Genderisierung und die Political Correctness treibt Blüten, die nur noch lachhaft sind. Haben unsere Regierenden keine anderen Sorgen? An allen Ecken und Enden „brennt“ es, aber unsere Politikerinnen – in diesem Fall wähle ich bewusst die weibliche Form – meinen wohl, dass Emanzipation von der weiblichen Form eines Titels, einer Berufsbezeichnung abhängt. Hier wird Sprache vergewaltigt. Ich kann keinen flüssigen Satz mehr sprechen, wenn ich mich korrekt ausdrücken, keine der möglichen Geschlechtsformen auslassen will.
Ich bin eine Frau, sehe mich als emanzipiert an, brauche aber nicht den sprachlichen Klimbim. Er bleibt an der Oberfläche, geht nicht in die Tiefe, ans Eingemachte. Wie wäre es mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit? Wie wäre es damit, die sozialen Berufe aufzuwerten, die größtenteils von Frauen bedient werden? Ähnlich ist es mit den angeblich rassistischen Wörtern. Nicht die Wörter sind rassistisch, sondern das Gedankengut, was dahintersteckt. Ich bin sicher, dass sich rassistische Gedanken demnächst anders sprachlich ausdrücken. Wird dann die Sprache wieder angepasst?
Es kommt mir vor, als ob ein Krebsgeschwür mit einem schönen bunten Pflaster bedeckt wird und alles ist gut! Darunter wuchert es aber weiter.
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
Hirnlose Silvesterknallerei
Klaus Morunga, Neuffen.
Endlich, 29. Dezember 2025, Verkaufsbeginn Feuerwerk! Fast alle freuen sich. Mein kleiner Paco auf vier Pfoten war nicht begeistert als um 8.05 Uhr die erste Batterie aus Richtung Linsenhofen mit circa. 20 Schüssen abgefeuert ...
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
Paulus macht Wandlung zum Guten durch
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Saulus oder Paulus“ vom 22. Dezember.
Der Leserbriefschreiber irrt, wenn er zwischen Saulus und Paulus ein Oder setzt. Paulus von Tarsus, der erste und vielleicht bedeutendste Missionar der frühen ...