Horst Matt, Wendlingen. Zum Leserbrief „Nein zum Abriss der Johanneskirche“ vom 11. Oktober. Diesem Zentrum soll die Johanneskirche in der Stadtmitte Wendlingen-Unterboihingen weichen, weil die Erhaltungskosten zu hoch seien, obwohl darüber in der Öffentlichkeit keine Vorstellung besteht und Sanierungsmaßnahmen insbesondere die Kirchenbänke betreffen, die durch Stühle ersetzt werden können, und auch das Problem der Heizung dürfte mit überschaubaren Kosten lösbar sein.
Schon vor Jahren wurde vom damaligen Kirchengemeinderat in Unterboihingen der Vorschlag gemacht, auf dem freien Platz der Kirchengemeinde hinter der Kirche ein Gemeindehaus zu erstellen, was damals leider nicht zustande kam. Jetzt könnte dieser Vorschlag unter den heutigen Voraussetzungen und Anforderungen neu überdacht und untersucht werden. Der große Vorteil ist, dass der Abriss der Kirche, der auch nicht billig zu haben ist, nicht erforderlich wäre und die Kirche auch weiterhin genutzt werden kann, sowohl zum Gottesdienst als auch als Gemeindesaal, der neu geschaffen werden muss, und für viele anderen Zwecke, auch für die politische Wendlinger Gemeinde.
Regelmäßige Veranstaltungen sind beispielsweise der immer stark besuchte „Horizonte“-Gottesdienst, Gottesdienste im Zusammenhang mit dem Vinzenzifest der Egerländer-Gmoi, Konzertveranstaltungen und Ähnliches lassen sich nur in der Johanneskirche im direktem Kontakt zum Publikum veranstalten. Insbesondere für ökumenische Veranstaltungen mit den katholischen Schwestern und Brüdern in Unterboihingen würde eine gern besuchte Begegnungsstelle verloren gehen.
Ich hoffe sehr, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und dass sich noch viele Befürworter zum Erhalt der Kirche zu Worte melden, auch solche aus der politischen Gemeinde, denen die Kirche aus architektonischer und städtebaulicher Gestaltung erhaltenswert erscheint. Die „Öffentlichkeit ins Boot zu holen“ reicht nicht, wenn sich daraus keine Reaktion ableitet.
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
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