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In jeder freien Minute an Lösungen getüftelt

Die Firma Eima Maschinenbau besteht seit 25 Jahren – Gründer Fritz Eisold legt Geschäftsführung in jüngere Hände

Die Firma Eima Maschinenbau feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Am Freitag wurde das Jubiläum mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern in der Beurener Kelter gefeiert. Firmengründer Fritz Eisold, der an dem Tag zugleich 77 wurde, nahm dies zum Anlass und verkündete seinen Rückzug aus dem aktuellen Tagesgeschäft.

FRICKENHAUSEN. „Mit 77 Jahren darf man daran denken, den Ruhestand zu genießen“, sagte Fritz Eisold vor den rund 130 Gästen in der Beurener Kelter. Er übergibt das Zepter damit offiziell an seine beiden Söhne Markus und Holger sowie an Helmut Gras, die alle drei bereits seit einigen Jahren als Geschäftsführer tätig sind.

Bei dem Firmenjubiläum wurde natürlich auch zurückgeblickt auf die Geschichte des Unternehmens. Diesen Part übernahm mit Magdalene Neumüller eine langjährige vertraute Mitarbeiterin Fritz Eisolds; sie war seine erste Sekretärin und über 20 Jahre lang für ihn tätig. Bereits 1984 hatte Eisold in Linsenhofen die Firma „Fritz Eisold Geräte- und Maschinenbau“ gegründet. Mit der Entwicklung und Patentierung verschiedener technischer Neuerungen hatte er sich in der Holzbearbeitungsmaschinen-Branche einen Namen gemacht. Als er dann das Angebot bekam, die Firma Rückle aus Altbach, Hersteller von Doppel-Abkürzkreissägen, zu übernehmen, griff er zu – im Alter von 50 Jahren.

Erstes Domizil war eine gemietete Halle in Beuren. Das Büro befand sich in Eisolds Privathaus in Linsenhofen. Seine Frau Traude übernahm den kaufmännischen Part.

Der Auftragseingang war gut, die Sägen wurden nicht nur in Deutschland und in Europa verkauft, sondern auch nach Übersee. Parallel dazu tüftelte Fritz Eisold weiter an neuen Maschinen. 1985 entwickelte er die erste CNC-gesteuerte Oberfräse. Schon bald reichte der Platz in Beuren nicht mehr aus und es wurde in Frickenhausen eine Fabrikhalle gebaut. Im Februar 1987 wurde die Firma dann in die Eima Maschinenbau umgewandelt. Geschäftsführer waren Fritz und Traude Eisold, die beiden Söhne Markus und Holger wurden Gesellschafter.

Nach Feierabend, an Wochenenden, eigentlich in jeder freien Minute habe Eisold gearbeitet und an Lösungen getüftelt, berichtete Neumüller. So auch an einem CNC-Bearbeitungszentrum, dem ersten, mit dem bis zu acht verschiedene Arbeitsschritte ausgeführt werden konnten, wie Sägen, Fräsen und Bohren mit unterschiedlichen Werkzeugen. Diese Maschine sei direkt ab Reißbrett verkauft worden.

Das Spektrum der Teile, die mit den Eima-Maschinen bearbeitet wurden, reichte vom Kochlöffel über Gitarren bis hin zum Holzsarg. 1993 wurde in Frickenhausen eine zweite Halle mit 1000 Quadratmetern Produktionsfläche gebaut und derselben Fläche für Büroräume. Als die Anlagen immer voluminöser wurden und zur Bearbeitung der Maschinenteile eine entsprechend groß ausgelegte Fräsmaschine benötigt wurde, die aber auf dem Markt zu annehmbaren Bedingungen nicht zu bekommen war, baute Fritz Eisold zusammen mit seinen Söhnen nach Feierabend eine solche Maschine in Eigenregie.

Als es Anfang der 90er-Jahre mit der Holzbearbeitungsindustrie immer mehr bergab ging, machte Fritz Eisold den Schritt hin zur Metallbearbeitung. Vor allem aus der Automobilbranche konnten immer mehr Aufträge hereingeholt werden. Neben Ferrari und Mercedes sind heute auch VW, Audi, BMW und Opel Kunden von Eima. Auch für die Luftfahrtindustrie ist das Unternehmen heute tätig. Vertriebsgesellschaften in Norddeutschland und in Nordbayern wurden gegründet. Hinzu kamen 2003 die Eima France für den französischen und 2005 die Zusammenarbeit mit der Firma Fischer aus Sindelfingen für den baden-württembergischen Markt.

Zahl der Mitarbeiter stieg von sechs auf rund 70

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich in den 25 Jahren von sechs auf heute circa 70 erhöht. Von der Mannschaft der ersten Stunde sind heute noch drei an Bord. Der Betrieb bildet auch regelmäßig aus.

Mit wie viel Einsatz Fritz Eisold bei der Sache war, verdeutlicht eine Anekdote, die Magdalene Neumüller erzählte: Als der Firmenchef einmal nach einem Arbeitsunfall im Krankenhaus lag und es in der Montage gar nicht mehr weiterging, habe man mit der Sofortbildkamera alles geknipst und ihm die Bilder am Krankenbett gezeigt: „Schnell erkannte er das Problem und konnte dieses anhand der Fotos aus der Ferne lösen, sodass der termingerechten Auslieferung nichts im Wege stand.“

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