Wirtschaft

Verdi bereitet unbefristete Streiks bei der Postbank vor

Die Tarifverhandlungen bei der Postbank kommen nicht voran, Verdi fordert von der Deutschen Bank Gehaltszuwächse. (Archivbild) A. Dedert/M. Skolimowska/dpa

Die Gewerkschaft Verdi erklärt die Tarifgespräche bei der Postbank für gescheitert und bereitet unbefristete Streiks vor. Die Deutsche Bank, zu der die Postbank gehört, habe in der dritten Verhandlungsrunde für die rund 9.000 Beschäftigten kein ausreichendes Entgegenkommen gezeigt und kein neues Angebot vorgelegt, kritisierte Verdi. 

Vom 17. Juni bis 3. Juli finde nun eine Urabstimmung über unbefristete Streiks statt, teilte die Gewerkschaft mit. Nötig sei eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent. Damit drohen Postbank-Kunden erneut Einschränkungen im Service, nachdem es bereits in den vergangenen Wochen mehrfach Warnstreiks bei der Postbank gegeben hatte.

«Die Arbeitgeberseite hat es weiterhin selbst in der Hand, eine weitere Eskalation dieses Tarifkonflikts abzuwenden», sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Für den 30. Juni sei eine vierte Verhandlungsrunde in Berlin vereinbart. «Dafür muss die Deutsche Bank jedoch endlich ein Angebot vorlegen, das den Leistungen der Beschäftigten und der wirtschaftlichen Stärke des Konzerns gerecht wird. Wir sind jederzeit zu einer Einigung bereit – aber nur auf der Grundlage eines substanziell verbesserten Angebots.»

Verdi fordert für die Beschäftigten der Postbank acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro pro Monat. Auszubildende sollen 200 Euro mehr bekommen. Die Gewerkschaft kritisiert, die Postbank-Beschäftigten profitierten nicht genug von den Rekordgewinnen der Deutschen Bank. Zudem will Verdi eine Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung zum Beispiel im Bereich Künstliche Intelligenz erreichen.

© dpa-infocom, dpa:260616-930-230475/1

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