Die Stimmung in Chinas Wirtschaft hat sich zu Beginn der zweiten Jahreshälfte deutlich eingetrübt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel im Juli von 50,3 auf 49,2 Punkte, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Damit rutschte der wichtige Frühindikator unter die Marke von 50 Punkten, die Wachstum und Rückgang voneinander trennt.
Auch außerhalb der Industrie lief es schlechter. Der Index für Dienstleistungen und Baugewerbe sank von 50,2 auf 49,0 Punkte. Der übergreifende Einkaufsmanagerindex fiel von 50,6 auf 49,3 Punkte. Besonders deutlich gingen die neuen Aufträge in der Industrie zurück.
Die neuen Daten verstärken den Eindruck, dass Chinas Wirtschaft an Schwung verliert. Im zweiten Quartal wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Jahresvergleich nur noch um 4,3 Prozent. Im ersten Quartal waren es noch 5 Prozent gewesen.
Das Politbüro der Kommunistischen Partei kündigte am Donnerstag weitere Unterstützung für die Wirtschaft an. Unter anderem sollen staatliche Mittel schneller ausgegeben und die Nachfrage im Inland gestärkt werden. Konkrete neue Maßnahmen wurden zunächst nicht genannt.
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