Wirtschaft

Grüne für regionale Strompreise

Viel Windenergie wird im Norden und Osten Deutschlands erzeugt - doch dann muss sie abtransportiert werden. Das kann zum Problem werden. Christian Charisius/dpa

Nach dem Willen der Grünen soll Strom dort in Deutschland weniger kosten, wo er entsteht. «Regionale Preissignale machen Wind- und Sonnenstrom dort günstig, wo die Anlagen stehen - effizienter, günstiger, mit direkter Teilhabe», heißt es in einem beim kleinen Parteitag in Sassnitz verabschiedeten Antrag. 

Derzeit gibt es überall in Deutschland einen einheitlichen Börsenstrompreis. Erneuerbare Energie wird vor allem im Norden und Osten der Republik erzeugt, während wichtige industrielle Zentren im Süden und Westen liegen. Wenn die Netze nicht ausreichen, um den Strom dorthin zu transportieren, wo er benötigt wird, werden zum Beispiel Windräder und Solaranlagen abgestellt, um eine Überlastung zu vermeiden. 

Eine künftige, regionale Preisgestaltung soll nach Vorstellungen der Grünen die Netze entlasten, das System sicherer und stabiler machen, die industriellen Kerne erhalten und neue Produktionen ermöglichen sowie den Markt flüssig halten.

© dpa-infocom, dpa:260628-930-298898/1

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