Schlaitdorf

Viertageswanderung im Allgäu

In Friedis Käsewerkstatt in Frankenhofen im Allgäu. Foto: Liederkranz Schlaitdorf

SCHLAITDORF. Anfang September waren die Ruhestandswanderer des Liederkranzes Schlaitdorf wieder auf ihrer Mehrtagestour unterwegs. Auf der 323. Wanderung fuhren sie ins Allgäu bei Kaufbeuren. Am ersten Tag ging es nach Ketterschwang, wo die Teilnehmer auch im Landgasthof Brem die vier Tage Quartier hatten. Nach Ankunft besuchten sie die in den Jahren 1757 und 1758 erbaute katholische Pfarrkirche St. Jakobus maj.. Die Wallfahrtskirche wurde im prunkvollen Rokokostil gebaut und war für alle eine Augenweide. Anschließend ging es über leicht ansteigende Waldwege hinauf zum Georgiberg. Hier hatte Wanderführer Hans wie schon in Ketterschwang auch eine Führung durch die örtliche Mesnerin organisiert. Der geostete Bau aus Tuffquadern stammt aus der Romanik (um 1180). Auf dem Friedhof nebenan befinden sich auch die Gräber der Ernst Mosch Dynastie. Für den ersten Tag war der 7,5 Kilometer lange Rundweg eine ideale Eingehtour.

Am zweiten Tag der Wanderung parkten die Teilnehmer in Ingenried, um dann die Wanderung zum Kloster Irrsee zu beginnen. Auf dem gut begehbaren Wirtschaftsweg vorbei am Oggenrieder Weiher kam die Gruppe zum Kloster. Im Biergarten machte sie ihre Mittagspause. Man hatte hier jede Menge Auswahl an feinwürzigen Bieren und Köstlichkeiten. Natürlich durfte der Besuch der Klosterkirche nicht fehlen. Die ersten der „Wiaschtgläubigen“ in der Runde, überlegten sich, ob sie auf ihre alten Tage noch konvertieren sollten. Im Biermuseum von Irrsee konnten die Teilnehmer viele alte Werkzeuge der Zunft besichtigen. Am Abend trafen sich die Wanderer zur traditionellen Pyjamaparty.

Am Freitagmorgen ging es nach Marktoberdorf zu dem Traktorenhersteller Fendt. Begleitet wurde die Gruppe an dem Tag von Hans‘ Nichte aus dem Allgäu. Es war schon sehr interessant diese Megafahrzeuge aus der Nähe zu sehen. Gegen Mittag fuhr die Gruppe weiter nach Bernbeuren. Von dort hatte sie einen relativ anstrengenden Weg über steiniges Gelände am Waldrand bis zum Auerberg auf 1000 Meter zu bewältigen. Das Restaurant auf dem Auerberg, welches auch das Klosterbräu Irrsee im Ausschank hatte, entschädigte für die Anstrengung. Nach einem anderthalbstündigen Abstieg war die Gruppe wieder beim Auto. Zum Abendbrot fuhr sie zur Bio-Käserei Friedis.

Am Samstag fand eine Stadtführung in Kaufbeuren statt. Während der zweistündigen Tour durch die historische Stadt regnete es ordentlich. Zuerst wurde die Gruppe durch das Rathaus geführt, wo gerade mehrere standesamtliche Hochzeiten stattfanden. Während des Gangs durch die Fußgängerzone gab es viel über die ehemalige Handelsstadt zu hören. Die Stadt lag wohl schon seit dem Mittelalter an wichtigen Handelsrouten, es wurde viel gefuggert. Über die ehemalige Stadtmauer ging es zurück zum Parkhaus.
Im Gasthaus Blank auf der Alb ließ die Gruppe den Tag ausklingen und war um 19 Uhr in Schlaitdorf zurück.

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