NÜRTINGEN. Franziska Kraus, Leonard Weber und Lilli Falk aus dem Wirtschaftsgymnasium der Albert-Schäffle-Schule (ASS) wurden beim deutschlandweiten Wirtschafts- und Finanzwettbewerb „econo=me“ ausgezeichnet.
Egal ob in der Zeitung oder den sozialen Medien, Handelszölle sind seit den US-Präsidentschaften von Donald Trump immer präsenter geworden. An der Nürtinger Albert-Schäffle-Schule hat sich auch die 11. Klasse WGEA des Wirtschaftsgymnasiums intensiv mit Zöllen beschäftigt. Im Wirtschaftsunterricht von Birg Kesselring erhielten die Schüler die Möglichkeit, Videos und Podcasts für den deutschlandweiten Wirtschaftswettbewerb „econo=me“ zum diesjährigen Thema „Was ZOLL das?“ zu erstellen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ist Schirmherr des deutschlandweiten Projekts. Die Stiftung der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch und ihr Kooperationspartner „ZEIT für die Schule“ veranstalten den jährlichen Wettbewerb, bei dem sich Schüler alltagsnah mit Fragen des wirtschaftlichen Geschehens und finanzieller Allgemeinbildung eigenständig auseinandersetzen, um so die ökonomische Bildung der Jugendlichen zu stärken. Gleichzeitig will der Wettbewerb die Kreativität und Medienkompetenz der jungen Teilnehmer fördern.
Insbesondere der Podcast des Teams „FraLiLeo“ – eine Anspielung auf die erfolgreiche Fernsehsendung „Galileo“ – um Franziska Kraus, Lilli Falk und Leonard Weber begeisterte die diesjährige Jury so sehr, dass es das Schülerteam der ASS auf die Shortlist der besten 24 Beiträge schaffte. Für ihren Podcast konnten sie sogar den renommierten Handelsexperten Julian Hinz, vom Kiel Institut für Weltwirtschaft, gewinnen, der sein Wissen mit den Schülern teilte. Mit Sätzen wie „Trump mag Zölle“, „Zölle werden im Zweifelsfall von einem selbst bezahlt, denn es sind Importzölle, die der Importeur im ersten Moment bezahlen muss.“ oder „Die Diversifizierung von Exportmärkten ist wichtig, sodass man reagieren kann, wenn der Export in einem Land einbricht“, lieferte er wertvolle wirtschaftliche Erkenntnisse.
Diese nutzte das Schülerteam gekonnt und baute sie in ihren Podcast ein, um sie dann aufzugreifen und näher zu erklären. Wenig überraschend sind die drei Schüler im Rückblick der Meinung, dass sie aus dem Projekt „sehr viel neues Wissen über Zölle mitgenommen haben. Außerdem haben wir gelernt, wie man einen Podcast macht, Interviews organisiert und wie man so ein Projekt an sich umsetzt.“ Doch die wichtigste Erfahrung sei gewesen, „wie viel wir durch Teamarbeit erreicht haben und wie die Nervosität des Interviews mit Julian Hinz sich letztlich in Stolz über die eigene Leistung umgewandelt hat.“
Auch zu den US-Handelszöllen haben die Schüler eine klare Meinung entwickelt: „Trump mag Zölle als Erpressungsinstrument nutzen, doch letztlich schaden sie uns allen, da sie den Welthandel erschweren, Vertrauen zerstören und Preise erhöhen. Trump mag Zölle – wir nicht!“