Frickenhausen

Riusiava – aus dem Leben der Kelten

FRICKENHAUSEN. Weit mehr als zweitausend Jahre in die Vergangenheit entführte die Autorin Doris Wechselberger-Pfeifer in Frickenhausen bei der Lesung aus ihrem Buch „Riusiava“. In diesem beschreibt sie das fiktive Leben der Menschen während der Eisenzeit in der wohl größten keltischen Siedlung am Heidengraben. Wenn auch erst ein sehr kleiner Teil der Fläche archäologisch untersucht ist, zeugen die Funde doch von einem wohlhabenden Leben mit florierender Landwirtschaft, ausgeprägtem Handwerkertum und regem internationalen Handel.

Mit Interesse folgten die Zuhörerinnen und Zuhörer den historischen Erläuterungen über die verschiedenen Volksgruppen und Stämme der Kelten, die etwa um 800 bis ins erste Jahrhundert vor Christus in großen Teilen Europas und auch in unserer Nachbarschaft lebten. Auch wenn die Kelten keine Schriftstücke hinterließen, lassen sich aus den Funden in ihren befestigten Städten (Oppida) interessante Schlussfolgerungen zum damaligen Leben ziehen. In Wechselberger-Pfeifers Roman werden diese bunt, lebendig und nachempfindbar. Mit den vorgelesenen Textauszügen kam den Zuhörerinnen und Zuhörern dieser weit entfernten Zeit sehr nahe. Eine besondere Bereicherung des Abends war das Spiel mit der Hakenharfe, das auf ganz besondere Weise „gefangen“ nahm.

Die Besucherinnen und Besucher sowie das Organisationsteam reagierten aufgrund des gelungenen Abends mit Freude auf die Ankündigung der Autorin, an einem zweiten Band zu arbeiten.

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