Wendlingen

Kluge Köpfe in der Sommerschule

Kluge Köpfe in der Sommerschule 2026. Foto: Ulla Sigloch

WENDLINGEN. Sommer, Sonne – Schule? Ja, tatsächlich Schule, denn in der Woche vom 7. bis 11. September widmeten sich wieder engagierte Schülerinnen und Schüler des Robert-Bosch-Gymnasiums Wendlingen und des Nürtinger Max-Planck-Gymnasiums dem Projekt „Sommerschule – Ideen für eine bessere Welt“. Schon zum sechsten Mal, wie Dekanin Professor Berger-Kögler betonte, findet in der letzten Ferienwoche dieses Projekt statt, das die nächste Generation mit zukunftsweisender Praxis statt schnöder Theorie in Berührung bringt.

Mit dem Coaching von Theodora Chatzipavlidis, kurz Theo, entwickeln die Schüler aus Klasse 8 nachhaltige Produkte, die einen Teil zur Weltverbesserung beitragen sollen.
Die Woche ist dreigeteilt: In der ersten Phase ist die Aufgabe, Probleme aufzuspüren, als Zweites, Ideen für die Lösung der Probleme zu finden, und schließlich Details und Prototypen zu erarbeiten. Nachmittags werden mit den Begleitlehrkräften 3D-gedruckte Logos erstellt und für die finale Präsentation Englisch geübt. Am Freitag krönen dann die englischsprachigen Pitches vor Publikum die Woche.

Pascal Märkl, Schulleiter des RBG, und Anika Müller aus der Schulleitung des MPG freuen sich für ihre Schülerschaft über die Möglichkeit, in Räumen der HfWU „Uni-Luft“ schnuppern zu dürfen und fürs „echte Leben“ gestärkt zu werden.
Theo Chatzipavlidis vermittelt den Jugendlichen in nur wenigen Tagen die wichtigsten Skills, die man als Gründer benötigt. Mit viel Begeisterung motiviert sie die Jugendlichen, bringt die Erfahrung mit ihrem eigenen Startup ein: Velout, eine KI‑basierte Reiseapp, die Alleinreisende weltweit zusammenbringt und auch lokale Touren anbietet. Was sie antreibt, ist schnell auf den Punkt gebracht: „Wenn wir die Welt nicht verändern, müssen wir in einer Welt leben, die andere für uns gestaltet haben.“ Ein wesentlicher Anteil für das Gelingen dieser von SEEd entwickelten Woche sind natürlich die von der HfWU zur Verfügung gestellten Räume der Zukunftswerkstatt und die Unterstützung durch Open Campus und das Land Baden-Württemberg.

Die vielfältigen Produktideen: Müllvermeidung durch wiederverwendbare Kaugummis und eine Art Pfandsystem im Bereich Plastikmüll, Einsparen von Papier durch einen Second-Hand-Markt für Bücher, weniger Lebensmittelverschwendung im KI-Kühlschrank, der das Ablaufdatum im Blick behält – aber auch Begegnungsstätten für Arbeitssuchende und Arbeitgeber, für einsame Menschen und digitale Hilfe für Ältere. Alle Produkte sind nachhaltig gedacht.

Insgesamt ist die Woche für die jungen Leute eine tolle Erfahrung und die Situation, einmal selbst in die Rolle eines Unternehmens zu schlüpfen und ein nachhaltiges Produkt zu entwickeln, besonders spannend. Neu auch die ungewohnte Freiheit: „Am besten fand ich, dass wir unsere komplett eigenen Ideen einbringen konnten und am Ende wirklich gesehen haben, was wir gemeinsam geschafft haben.“ So bleibt die Woche mit neuen Bekanntschaften und viel Freude in positiver Erinnerung.

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