NEUFFEN. Wo am Samstag Mitte Juni die Tour de France Station machte, trafen sich zwei Wochen zuvor 94 Gleitschirmpiloten aus sieben Ländern zu den „Pfalz-Elsaß-Open“. Vier Tage galt es, Strecken zwischen 50 und 72 Kilometer vom Start rund um Le Markstein und dem Grand Ballon zu bewältigen und möglichst schnell draußen in der Rheinebene oder bei Fellering zu landen. Heinrich Bretz vom DC Hohenneuffen konnte sich noch am besten gegen die starken Franzosen behaupten und wurde letzendlich siebter, Peter Nägele belegte Platz 23. Newcomer Udo Hörz tat sich in den ersten beiden Durchgängen schwer und landete trotz eines erfolgreichen dritten Flugs nur auf Platz 81. Für Bretz und Nägele brachten die Platzierungen so viele Punkte, dass sie in der Gleitschirmliga auf die Ränge fünf und sieben vorrückten.
Für Nägele, jetzt begleitet von Michael Dreher, ging es nach einem kurzen Aufenthalt weiter nach Norditalien, wo sich in Feltre die internationale Elite zum Alpen Cup traf. Sieben Sportlerinnen und 122 Sportler aus zwölf Ländern flogen mit- und gegeneinander um den Sieg. Das Wetter, der Wind, schwüle Luft und Gewitterneigung erschwerten es den Piloten, die Aufgaben zwischen 65 und 50 Kilometer zu erfüllen. Mehr als sonst üblich schafften es nicht ins Ziel, am zweiten Tag fast die Hälfte. Der dritte und vierte Lauf musste sogar abgebrochen werden; die drohenden Gewitter zwangen die Piloten zur schnellen Landung. So belegten die Piloten des DC Hohenneuffen letztlich die Ränge 51 und 96.
Während die Gleitschirmflieger jetzt in eine verdiente Pause gehen können, begann für Klaus Renz in Kanada die wohl spektakulärste Veranstaltung seiner Flugkarriere. In Golden, den Glacier Nationalpark im Rücken, vor sich den Banff Nationalpark, mitten in den kanadischen Rocky Montains im Tal des Columbia Rivers begannen am im Juli die achttägigen Canada Open. Renz zeigte der Konkurrenz aus zehn Ländern gleich am ersten Wettkampftag, dass mit ihm zu rechnen ist. Nach 77 Kilometern querte er als Vierter die Ziellinie; der Rest musste eine Außenlandung in Kauf nehmen. Auch das zweite Rennen beendete Renz im Ziel. Nach 128 Kilometerb entlang der atemberaubenden Kulisse der 4000er kam Renz als sechster ins Ziel.