NÜRTINGEN. Gitarrenmusik in all ihren Facetten erlebten die Besucherinnen und Besucher am vergangenen Samstag bei einer besonderen Matinée in der Sammlung Domnick. Erstmals veranstaltete die Musik- und Jugendkunstschule Nürtingen ein Konzert dieser Art in den Räumlichkeiten der Sammlung. Fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler aus den Gitarrenklassen von Egon Danzl und Areg Hakobyan zeigten mit solistischen und kammermusikalischen Beiträgen, wie vielseitig die Gitarre als Konzertinstrument sein kann.
Die musikalische Bandbreite reichte von Werken aus Barock und Klassik über spanische und südamerikanische Gitarrenmusik bis hin zu modernen Kompositionen. Neben Stücken von Fernando Sor, Francisco Tárrega und Heitor Villa-Lobos standen auch zeitgenössische Werke auf dem Programm. Die jungen Gitarrentalente brachten die unterschiedlichen Klangfarben mal lebhaft und temperamentvoll, mal ruhig und gefühlvoll zum Ausdruck und ließen so die vielseitigen Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments zur Geltung kommen.
Besondere Akzente im Programm setzten die Beiträge des Gitarrenquartetts und des Gitarrenensembles. Während das Quartett unter anderem mit dem spanischen Stück „El Vito“ und dem katalanischen Volkslied „El noi de la mare“ zu hören war, sorgte das Gitarrenensemble mit dem bekannten Song „Going to California“ von Led Zeppelin für einen musikalischen Ausflug in die Rockmusik. Dass Rockmusik auch ganz anders klingen kann, stellte das neunköpfige Gitarrenensemble dabei eindrucksvoll unter Beweis.
Die hervorragende Akustik der Sammlung Domnick bot den idealen Rahmen für die Gitarrenmatinée. Die besonderen räumlichen Gegebenheiten ließen die feinen Klangnuancen der Gitarrenmusik eindrucksvoll zur Geltung kommen und sorgten für ein intensives Hörerlebnis. So wurde die erste Gitarrenmatinée dieser Art zu einem Konzerterlebnis, bei dem die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Können unter Beweis stellten und zugleich die große stilistische Vielfalt der Gitarrenmusik erlebbar machten.