UNTERENSINGEN. Mit der konzertanten Aufführung des Musicals „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ setzte der Grundschulchor der Grundschule Unterensingen ein eindrucksvolles musikalisches Zeichen. Dass „konzertant“ dabei keineswegs „ohne Bühne“ bedeutete, zeigte sich bereits beim ersten Blick in die liebevoll gestaltete Kulisse. Gemeinsam mit engagierten Eltern entstand ein fantasievolles Bühnenbild, das die Welt Tabalugas lebendig werden ließ und die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternschaft eindrucksvoll unterstrich.
Insgesamt 124 Kinder aus den Klassen 1 bis 4 standen bei zwei Auftritten gemeinsam im Unterensinger Udeon auf der Bühne. Mit großer Konzentration, sichtbarer Freude und bemerkenswerter Disziplin präsentierten sie die Lieder des Musicals. Besonders eindrucksvoll waren die klare Aussprache sowie die passend einstudierten Bewegungen, die vielen Liedern zusätzliche Ausdruckskraft verliehen.
Unterstützt wurden die Kinder vom Eltern-Lehrer-Projektchor, der in diesem Jahr bewusst ausschließlich aus Frauen bestand. Bei ausgewählten Liedern sorgten die mehr als 30 Sängerinnen für klangvolle Verstärkung und ergänzten den Kinderchor harmonisch.
Die Geschichte erzählt von Tabalugas Suche nach der Vernunft. Auf seiner Reise begegnet der kleine Drache zahlreichen Tieren und Figuren, die sich auch im Bühnenbild wiederfanden. Neben Ameisen, einem Baum, Delfinen, dem Feuersalamander und der weisen Schildkröte Nessaja beeindruckte besonders ein überdimensionaler Riese, der zu den Blickfängen der Aufführung gehörte. Große, von Hand gefertigte Requisiten – darunter ein Feuersalamander, eine Ameisenkönigin und Delfine aus Pappe – verliehen einzelnen Szenen zusätzliche Wirkung.
Auch zahlreiche Kinder übernahmen besondere Aufgaben. Einige trugen Texte vor, andere sangen Solopartien oder gestalteten einzelne Passagen als Sprechgesang. So wurde deutlich, wie viele unterschiedliche Talente in der Schulgemeinschaft vorhanden sind und mit welchem Engagement diese gefördert werden.
Chorleiterin und Rektorin Kathrin Köhler betonte nach der Aufführung die Bedeutung des gemeinsamen Engagements: „Ein Chor lebt nicht nur von den Stimmen auf der Bühne, sondern auch von den vielen helfenden Händen dahinter.“ Dieser Gedanke spiegelte sich in der gesamten Veranstaltung wider – von den Eltern, die das Bühnenbild entwarfen und bauten, bis hin zu den Eltern der Drittklässler, die die Bewirtung übernahmen. Der Erlös daraus kommt dem Schullandheimaufenthalt der dritten Klassen zugute.
Das Publikum dankte den Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus und zeigte sich sichtlich bewegt von der Aufführung. Der Erlös des Chorprojekts wird in diesem Jahr an die Feuerwehr Unterensingen gespendet.