Nürtingen

Ein Jubiläumskonzert, das in Erinnerung bleibt

Das diesjährige Tattoo lockte so viele Menschen wie noch nie auf den K3N-Vorplatz. Foto: Lukas Richard

NÜRTINGEN. Mit einem beeindruckenden Open-Air-Konzert hat die Stadtkapelle Nürtingen einen weiteren Höhepunkt ihres 175-Jahre-Jubiläums gefeiert. Gemeinsam mit der Concert Band der Universität Hohenheim begeisterte sie auf dem Vorplatz der Stadthalle K3N ein zahlreich erschienenes Publikum und sorgte für einen musikalischen Sommerabend voller Emotionen.

Bereits der festliche Auftakt mit „Olympic Fanfare and Theme“ machte deutlich, dass dieser Abend etwas Besonderes werden würde. Unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Herward Heidinger und Gastdirigent Benedict Schultheiß präsentierten beide Orchester ein abwechslungsreiches Programm, das klassische sinfonische Blasmusik mit modernen Arrangements verband. So begeisterten unter anderem Auszüge aus dem Musical „Wicked“, das energiegeladene „Children of Sanchez“ sowie „Coldplay in Symphony“ das Publikum, das mit ausgeteilten Leuchtstäben mitschunkeln durfte.

Ein besonderer Moment war die Aufführung von „Between River and Ridge“. Das Werk wurde eigens für die Stadtkapelle Nürtingen komponiert und verlieh dem Jubiläumskonzert eine persönliche und emotionale Note. Es spiegelte die Verbundenheit des Orchesters mit seiner Heimat und seiner langen Geschichte auf eindrucksvolle Weise wider.

Mit Einbruch der Dämmerung entstand durch die begleitende Licht- und Videoshow eine besondere Atmosphäre, die den musikalischen Genuss zusätzlich unterstrich. Von den ersten bis zu den letzten Klängen war die Freude am gemeinsamen Musizieren spürbar und übertrug sich auf das Publikum. Immer wieder brandete begeisterter Applaus auf, viele Besucher ließen sich von der Musik mitreißen und genossen einen Abend, der Gemeinschaft, Lebensfreude und die verbindende Kraft der Musik in den Mittelpunkt stellte.

Den emotionalen Schlusspunkt des 28. Tattoos setzte das gemeinsam gespielte „Highland Cathedral“. Die Kombination aus sinfonischem Blasorchester und den markanten Klängen eines Dudelsacks, der das Werk als Überraschung solistisch begleitete, sorgte für einen bewegenden Abschluss und bescherte vielen Zuhörerinnen und Zuhörern einen Gänsehautmoment.

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