SCHLAITDORF. Am Wochenende präsentierte Alfred Kuon seinen Bildvortrag von seiner Trekkingreise 2024 in das Manaslu Gebiet von Nepal im Forum Großbettlingen für die Ortsgruppe des Albvereins. Er erzählte dem aufmerksamen Publikum die Geschichte der tiefen Freundschaft mit Mingmar Sherpa aus Kathmandu und wie sie entstanden ist. Ausgangspunkt war die Annapurna-Umrundung 2019, als er mit dem deutschsprachigen Guide über Buddha und die Welt reden konnte. Mingmar erzählte von seinen Hilfsprojekten nach dem Erdbeben 2015, wo er für die Organisation Friends help Friends in den betroffenen Gebieten immer wieder seine Hilfe angeboten hat.
Man muss wissen, dass Bergführer in Nepal maximal ein Zeitfenster von drei bis vier Monaten für ihre Trekkingaufträge zur Verfügung haben. Auf diese Weise kann er ein wenig zum Lebensunterhalt seiner Familie hinzuverdienen. Über die Jahre wurden so immer kleine Projekte realisiert, z.B. auch die Unterstützung des Dorfes Raniban, wo er im Jahr 2022 mehrfach war. Über alle Projekte zu sprechen, ist nicht möglich. Erwähnen möchte ich nur die Unterstützung der Schule in Chumling im Tsumtal, ermöglicht mit vielen Spenden aus dem Raum Nürtingen. 300 Kinder aus dem Tal bekamen eine Schulkleidung. Solarpanels und im Herbst 2025 ein Küchenanbau konnten mithilfe von Einheimischen und Mingmar Sherpa in Holzbauweise erstellt werden.
Als Kuon im Frühjahr 2026 mit R. Bosch vom Albverein Großbettlingen den Termin für die Wiederholung des Vortrages vereinbarte, war noch nicht abzusehen, dass wir an diesem Wochenende Werbung für die Aktion Licht der Hoffnung 2026 machen würden. Im Juni bat mich Mingmar Sherpa, ob ich ihn bei der Realisierung einer Infrastrukturmaßnahme in dem Dorf Shunarkhola bei Khandachakra-Manma im Westen von Nepal unterstützen würde. Spontan bewarben wir uns bei der Nürtinger Zeitung mit diesem Anliegen und haben den Zuschlag für ein ausländisches Projekt erhalten. Mingmar war wieder Feuer und Flamme. Wir konnten wieder eine Biogasanlage von der Agraringenieurin Katrin Pütz nach Kathmandu bringen lassen.
Aufgrund der verheerenden Unwetter Ende August, als viele Menschen gestorben oder obdachlos geworden sind, war wenig an Trekking zu denken. Dazu noch im Oktober ein Brückeneinsturz, der für eine fatale Situation gesorgt hat. Mingmar Sherpa war dreimal in den Katastrophengebieten unterwegs mit Planen und Zelten. Viele Menschen wurden auch in Klöstern der Hauptstadt untergebracht und versorgt. Dazu wurde er von unseren Freunden aus Bamberg, wie immer sehr unterstützt.
Anfang Oktober fuhr Mingmar Sherpa mit einem Transporter, vollgepackt mit der Biogasanlage, 6000 Metern Wasserleitungsrohren und 25 Solarpanels die 230 Kilometer von Nepalganj nach Manma hoch. Nach anderthalb Tagen war er im Dorf und hat in zwölf Tagen viele Arbeiten mit den Menschen vor Ort erledigen können. In Manma ließ er auch noch für 45 Kinder einen Schuldress nähen.
So kamen 407 Euro an Spenden für die Aktion Licht der Hoffnung 2026 zusammen.