SCHLAITDORF. Wie angekündigt, war die 8 Kilometer lange Wanderung zur Kelter in Bonlanden etwas Besonderes. Der leichte Regenfall, den unsere grüne Landschaft so dringend brauchte, hatte spätnachmittags nachgelassen und die Wandergruppe konnte den Weg von der Grundschule über die Schaich in Richtung Neuenhaus angehen. Bei der Gaststätte Uhlberg führte der gut markierte Weg steil hoch. Über den Fratzenweg, begleitet durch die Baumschnitzkunst von Adalbert Bachofer, kamen wir dann ziemlich direkt zu der sehr gepflegten Anlage der Ortsgruppe Bonladen des Schwäbischen Albvereins. Dank dem Vorsitzenden Dietmar Weinmann sowie Silke und Kurt Hauser war das Feuer schon „grillbereit“. Exklusiv für unsere Wandergruppe konnten wir dann unser Essen im heimeligen, vom Holzkachelofen gewärmten Kelter, genießen.
Der Weinbau in Bonlanden wurde erstmalig im Jahre 1474 erwähnt (43 Jahre vor der Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen) und der Kelterbau stammt aus dem Jahr 1734 (42 Jahre vor der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten). Im vergangenen Jahrhundert ging der Weinbau immer weiter zurück. Schließlich baute 1966 der Schwäbische Albverein die Kelter zu seinem Vereinsheim mit Gastraum um. Der Weinbau endete um etwa 1980. Heute ist unser Partnerverein mit 800 Mitgliedern eine der größten Ortsgruppen im Schwäbischen Albverein. Alle Achtung für die ehrenamtlich Engagierten, die Albvereinsjugend, Familiengruppe, Arbeitskreis Natur und Umwelt, Senioren- und Freizeitgruppe, AK Wandern, Singgruppe, Frauengruppe, Yogagruppe, Landschaftspflege und Instandhaltung der pflegeintensiven Infrastruktur, die durch ihr „Tun statt Reden“ einiges bewegen. Auch vernünftige Lösungen zu den zunehmend aufwendigen behördlichen Auflagen müssen bewältigt werden.
Nach guter Unterhaltung bei Speis und Trank machte sich die Wandergruppe samt Hundebegleitung auf den dunklen Heimweg über den Aicher Sportplatz nach Schlaitdorf.