WENDLINGEN. Das Wendlinger Seniorenzentrum Taläcker der Zieglerschen setzte beim Vinzenzifest mit einem 96-jährigen Bewohner und seinem Rikscha-Projekt ein Zeichen für gelebte Teilhabe.
Applaus, anerkennende Blicke und viele aufmunternde Worte begleiteten Josef Netter auf seinem Weg durch die Wendlinger Innenstadt. Der 96-jährige Bewohner des Seniorenzentrums Taläcker lief beim Festumzug die gesamte Strecke mit seinem Rollator. Für viele Besucherinnen und Besucher war er einer der beeindruckendsten Teilnehmer des Umzugs. Rückenwind erhielt er von der Gruppe des Seniorenzentrums: Mitarbeitende der Sozialen Betreuung, Ehrenamtliche und zwei Bewohnerinnen begleiteten den Umzug, den Letztere bequem von einer Rikscha aus miterlebten.
„Es war einfach super und hat so viel Spaß gemacht“, lautete das Fazit des Teams nach einem Tag voller Begegnungen und schöner Momente. Immer wieder winkten Menschen vom Straßenrand, klatschten Beifall oder zollten dem Senior ihren Respekt. Dass Josef Netter mit 96 Jahren aktiv am Umzug teilnahm, begeisterte viele Zuschauer.
„Der Festumzug war für unser Seniorenzentrum weit mehr als ein Programmpunkt des Wendlinger Festes. Er zeigte, wie wichtig es ist, unseren Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit zu geben, mitten im Leben ihrer Stadt dabei zu sein“, berichtete die Leiterin der Sozialen Betreuung, Nathalie Wiedmann.
Ein weiterer Baustein beim diesjährigen Fest war auch die Rikscha des Seniorenzentrums, die Ausfahrten in und um Wendlingen ermöglicht. Sie bringt Menschen an vertraute Orte, schafft Begegnungen und macht Teilhabe erlebbar.
Als Josef Netter nach dem Umzug lächelnd ins Seniorenzentrum zurückkehrte, hatte er nicht nur die Strecke durch Wendlingen geschafft. Er hatte gezeigt, dass Teilhabe keine Frage des Alters ist, sondern der Möglichkeiten.