BEMPFLINGEN. Rund 180 Bläserinnen und Bläser aus den 24 Posaunenchören des Bläserbezirks Bad Urach–Münsingen kamen zum Bezirksposaunentag in der Hülbener Christuskirche zusammen. Unter der musikalischen Leitung von Bezirksposaunenwart Peter Mayer gestalteten sie einen eindrucksvollen Festgottesdienst und ein anschließendes Platzblasen vor der Kirche.
Bereits am frühen Morgen stimmten die Chöre beim Kurrendeblasen an verschiedenen Stellen in Hülben mit Chorälen auf den gemeinsamen Festtag ein. Im Festgottesdienst mit Landesjugendreferent i. R. Michael Püngel stand die Jahreslosung aus Offenbarung 21,5 im Mittelpunkt: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“
In seiner Predigt sprach Michael Püngel über die Hoffnung, die in dieser Zusage liegt – gerade angesichts von Abschied, persönlichen Krisen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Gottes Reich beginne nicht erst in einer fernen Zukunft, sondern bereits hier und heute, wenn Menschen sich bewegen lassen, einander helfen und Gottes Liebe weitergeben. Die wiederaufgebaute Frauenkirche in Dresden führte er als Beispiel dafür an, dass selbst aus Trümmern Neues entstehen kann.
Musikalisch spannte sich der Bogen von „He’s Got the Whole World“ über das Jahreslosungslied „Ich mache alles neu“ (Text: Gottfried Heinzmann, Musik: Hans-Joachim Eißler) bis zu John Rutters „The Peace of God“. Die rund 180 Bläserinnen und Bläser unter der musikalischen Leitung von Peter Mayer verliehen den Themen Hoffnung, Glauben und Frieden einen eindrucksvollen Klang.
Beim anschließenden Platzblasen griff Bürgermeister Ganser diesen Gedanken auf. Er dankte den Bläserinnen und Bläsern für ihren Dienst und betonte die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Ein Posaunenchor lebe davon, dass unterschiedliche Stimmen aufeinander hören und sich zu einem gemeinsamen Klang verbinden. Das sei auch ein wichtiges Bild für eine demokratische Gesellschaft. Angesichts zunehmender Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit seien Zivilcourage und ein klares Eintreten für die Würde jedes Menschen unverzichtbar.
Mit dem Wort auf den Weg von Michael Püngel wurde die Botschaft des Tages persönlich: Nicht durch Leistung müsse sich der Mensch Gottes Liebe verdienen. Vielmehr könne aus dem Vertrauen auf diese Liebe ein Leben erwachsen, das andere nicht verurteilt, sondern ihnen mit Achtung und Barmherzigkeit begegnet.
So klang der Bezirksposaunentag nicht nur musikalisch eindrucksvoll aus. Er setzte zugleich ein hörbares Zeichen für Hoffnung, Glauben und ein respektvolles Miteinander.