Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Trumps Kettenhunde bei der ICE“ vom 28. Januar.
Es war die SS, die im Dritten Reich unter anderem die Aufgabe hatte, bürgerliche Gegnerschaft mit Gewalt und Terror zu brechen. ICE, die innenpolitische Kampftruppe Trumps, agiert nach einem ähnlichen Muster: mit faktischer Immunität durch Autorisierung beziehungsweise durch Rechtfertigungen aus dem Weißen Haus, gestützt auf öffentliche Täuschungen und Unwahrheiten.
Lüge und Gewalt sind die ständigen Begleiter aller Autokraten. Staat und Zivilgesellschaft werden missbraucht, indem eine Bevölkerungsgruppe und ihre politische Elite korrupt bei der Stange gehalten werden. Dummheit und Egoismen der Bürger erweisen sich dort als besonders gefährlich fügsam, wo sie sich konfessionell, rassistisch oder aus Eigennutz gegen andere mobilisieren lassen.
Bleibt das gesellschaftliche Gegengewicht aus und formiert sich kein rechtzeitiger Widerstand, haben innerer Frieden – und damit Freiheit, Recht und zivile Ordnung – keine Chance mehr. Festzustellen ist, dass Bürger, die Nationalisten wählen, letztlich demokratie-, ja gesellschaftsfeindlich wirken – mit Folgen, die im Ernstfall alle treffen.
Verantwortungsunfähigkeit in Ost und West ist damit inzwischen zu einem existenziellen Thema geworden.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...