Thomas Sturm, Aichtal-Grötzingen.
Ich finde es auch nicht gut, was Herr Hagel da von sich gegeben hat. Wenn man jedoch im Glashaus sitzt, sollte man sich überlegen, ob man einen Stein wirft. In den 1970er und frühen 1980er-Jahren gab es in Teilen der alternativen und linken Szene Debatten über Sexualstrafrecht und „sexuelle Befreiung“. In diesem Zusammenhang wurden vereinzelt auch Forderungen laut, Sexualkontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen zu entkriminalisieren. Einige frühe Landesverbände der Grünen nahmen zeitweise entsprechende Positionen oder Anträge in Parteiprogramme auf.
Wichtig ist: Das war nie Konsens der Gesamtpartei. Die Grünen haben das Thema später offiziell untersuchen lassen und beauftragten unabhängige Wissenschaftler mit einer historischen Untersuchung. 2014 wurde ein Abschlussbericht veröffentlicht. Darin wurde klargestellt, dass es in den Anfangsjahren der Partei personelle und inhaltliche Verbindungen zu pädophilen Aktivisten gab. Die Grünen haben sich entschuldigt und betont, dass es ein schwerer Fehler war. Und damit war es gut und erledigt!
Leserbriefe | 05.03.2026 - 05:00
Kein Platz für rechte Parolen
Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Betriebsratswahlen: DGB will Rechte abwehren“ vom 3. März.
Ich war 38 Jahre Mitglied des Betriebsrats und über 30 Jahre Schwerbehindertenvertreter. In dieser Zeit habe ich viele Veränderungen erlebt: technische ...