Thomas Sturm, Aichtal-Grötzingen.
Ich finde es auch nicht gut, was Herr Hagel da von sich gegeben hat. Wenn man jedoch im Glashaus sitzt, sollte man sich überlegen, ob man einen Stein wirft. In den 1970er und frühen 1980er-Jahren gab es in Teilen der alternativen und linken Szene Debatten über Sexualstrafrecht und „sexuelle Befreiung“. In diesem Zusammenhang wurden vereinzelt auch Forderungen laut, Sexualkontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen zu entkriminalisieren. Einige frühe Landesverbände der Grünen nahmen zeitweise entsprechende Positionen oder Anträge in Parteiprogramme auf.
Wichtig ist: Das war nie Konsens der Gesamtpartei. Die Grünen haben das Thema später offiziell untersuchen lassen und beauftragten unabhängige Wissenschaftler mit einer historischen Untersuchung. 2014 wurde ein Abschlussbericht veröffentlicht. Darin wurde klargestellt, dass es in den Anfangsjahren der Partei personelle und inhaltliche Verbindungen zu pädophilen Aktivisten gab. Die Grünen haben sich entschuldigt und betont, dass es ein schwerer Fehler war. Und damit war es gut und erledigt!
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...