Rupert Ringelhann, Frickenhausen. Zum Artikel „In Bethlehem geboren? Eher nicht“ vom 20. Dezember.
Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit überschlagen sich die Medien mit Reportagen darüber, dass die Berichte über die Geburt Jesu in der Bibel nicht stimmen, meist mit Hypothesen der historisch-kritischen Methode in der Theologie begründet. Da wird zum Beispiel behauptet, dass Jesus nicht, wie von den Evangelisten berichtet, in Bethlehem, sondern in Nazareth geboren sei. Begründet wird das damit, dass davon fast alle Experten überzeugt seien. Was ist das Motiv hinter der Behauptung? Nun, wenn Jesus nicht in Bethlehem geboren ist, dann ist er eben auch nicht der Messias, denn der wird laut dem Propheten Micha in Bethlehem geboren (Micha 5,1). Damit wäre der christliche Glaube dann grundsätzlich in Frage gestellt. Nun wissen wir, woher der Wind weht.
Die historisch-kritische Methode hat sich festgelegt. Sie will die Bibel erforschen, als ob es Gott nicht gibt. Wer falsch abbiegt, muss sich nicht wundern, wenn er am falschen Ziel ankommt. Lukas erhebt in der Einleitung zu seinem Evangelium den Anspruch, alles genau erforscht und danach einen historischen Bericht und kein „literarisches Bild“ geschrieben zu haben (Lukas 1,1-4). Der Theologe und ehemalige Bischof der württembergischen Landeskirche Gerhard Maier hat auch für Laien verständliche Kommentare zum Matthäus- und Lukasevangelium geschrieben (Edition C Bibelkommentar NT, Bde. 1,2,4,5, Hänssler Holzgerlingen 2007), in denen er die historische Glaubwürdigkeit der biblischen Berichte theologisch begründet. Maier stellt aus gutem Grund, wie viele an Jesus gläubige Menschen, unter anderem auch viele Theologen, die historisch-kritische Methode in Frage. Als Alternative empfiehlt er eine biblisch-historische Methode, die er ausführlich beschreibt (Gerhard Maier, Biblische Hermeneutik, R.Brockhaus Wuppertal 1991). Für Christen gibt es demnach sehr gute Gründe, den Berichten der Evangelisten zu vertrauen: Jesus ist in Bethlehem geboren!
Leserbriefe | 13.03.2026 - 05:00
Rückhalt für Entscheidungsträger
Franziska Reuß, Nürtingen.
Mit Verwunderung stelle ich immer wieder fest, dass die Kritik am Projekt Stadtbalkon nach über drei Jahren nicht abebbt. Die Möglichkeit, politische Entscheidungen zu kritisieren, ist glücklicherweise Grundpfeiler unserer ...
Leserbriefe | 13.03.2026 - 05:00
Keine sinnvolle Forderung
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Zitat des Tages von Jan van Aken vom 5. März.
Die Linke kann solche Forderungen stellen, weil sie hoffentlich nie in Regierungsverantwortung kommt. Leider gibt es immer ein paar Leute, die glauben, wenn die ...