Rolf Weber, Nürtingen. Zum Artikel „Wahl-O-Mat zur Landtagswahl online“ vom 10. Februar.
Dank an die Redaktion für den frühzeitigen Hinweis auf den jetzt freigeschalteten Wahl-O-Mat; den ich jedem politisch Interessierten nur empfehlen kann. Das Ergebnis auf Basis der zu beantwortenden 38 Thesen wird sicherlich manchen überraschen. Bei mir führte die CDU (79,7 Prozent) gefolgt von Grüne (71,3 Prozent), SPD (67 Prozent), AfD (64,9 Prozent), BSW (64,9 Prozent), FDP (62 Prozent), WerteUnion (55,3 Prozent) und Die Linke (42,6 Prozent). Vom Wahl-O-Mat wurden zum Vergleich die Partei- und Wahlprogramme herangezogen. Im zweiten Durchgang kann man die einem besonders wichtigen Themen doppelt gewichten.
Bezogen auf Landesebene ist die vollbrachte Leistung des seit 2011 amtierenden und jetzt ausscheidenden Ministerpräsidenten Kretschmann (Grüne) , den sich viele auch als CDU- oder SPD-Mann vorstellen könnten, eher als mittelmäßig zu betrachten.
Oft beeinflusst die Bundespolitik mit das Wahlverhalten auf Länderebene. Als jüngstes – negatives – Beispiel ist die derzeitige Koalitions-Regierung zu sehen.
Was die Merz-CDU alles in ihrem Wahlkampf angekündigt und bislang - nicht – umgesetzt hat, ist schon bemerkenswert. Das fing schon mit der taktischen Fehleinschätzung an, der vom Wähler stark gerupften SPD, überproportionale Zugeständnisse machen zu müssen; um ja eine Regierung bilden zu können. Natürlich sollte man so realistisch sein, dass Koalitionen immer ein (Nach-) Geben und Nehmen von Positionen sein werden; schlimmstenfalls zu Lasten unseres Staates und seiner Bewohner.
Auch wenn sich keiner eine starke AfD wünscht, holen Versäumnisse der Vergangenheit (wie die Ära Merkel) die anderen Parteien weiterhin ein. Die „Brandmauer“ wird absehbar als erstes in den neuen Bundesländern fallen. Auch die Grünen waren anfangs die Schmuddelkinder der Nation, mit denen keiner zusammenarbeiten wollte. Der Wahl-O-Mat kann etwas Orientierung geben, mehr aber auch nicht.
Leserbriefe | 05.03.2026 - 05:00
Kein Platz für rechte Parolen
Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Betriebsratswahlen: DGB will Rechte abwehren“ vom 3. März.
Ich war 38 Jahre Mitglied des Betriebsrats und über 30 Jahre Schwerbehindertenvertreter. In dieser Zeit habe ich viele Veränderungen erlebt: technische ...