Gabriele Kapp, NT-Oberensingen. Zu den Leserbriefen vom 13. März.
Die Debatte darüber, ob hier eine „Schmutzkampagne“ vorliegt, verfehlt den Kern. Eigentlich hätte die Situation die Chance geboten, souverän zu zeigen, dass gesellschaftliches Lernen möglich ist – auch in der Politik ! Viele Frauen erleben weiterhin und wie die Statistik zeigt, zunehmend über lange Phasen ihres Lebens Grenzüberschreitungen bis heute als Teil ihres Alltags – auch hier in unserer Region. Oft unspektakulär, aber immer nach denselben Mustern: Machtgefälle, Altersgefälle, Erfahrungsgefälle. Deshalb reagieren viele sensibel auf solche Themen. Es geht selten um Einzelfälle, sondern um Strukturen.
Das Grundproblem ist unsere Kultur – sie verstärkt diese Spannung: Männer gelten als konnotiertes Schöpfergeschlecht immer noch als Maßstab von Autorität und Gestaltung. Gleichzeitig sollen Frauen, obwohl jede Generation ihren Ursprung in ihnen hat, zu ihnen aufschauen. Diese widersprüchliche Erwartung verhindert echte Augenhöhe. Sehr zum Schaden von Zusammenhalt, Frieden, Freiheit und Sicherheit ! Solange wir diese Strukturen nicht ehrlich benennen, drehen sich solche Debatten weiter im Kreis – auch bei uns vor Ort.
Leserbriefe | 26.08.2026 - 05:00
Strombilanz mit Lücken
Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Null Megawatt als ,gutes Zeichen‘“ vom 19. August.
Im Artikel wird zitiert, dass 60 Prozent des „Stroms“ in Baden-Württemberg von „Erneuerbaren“ kommen. Das stimmt, aber mit Einschränkung. Es sind 60 Prozent ...
Leserbriefe | 26.08.2026 - 05:00
Kein Pakt mit Verfassungsfeinden
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Sperrig, aber mutig“ vom 22. August 2026.
Was daran mutig sein soll, mit einer Partei gemeinsame Sache zu machen, die auch in Baden-Württemberg aus gutem Grund vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer ...