Leserbriefe

Trump muss in Behandlung

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Trump legt sich nun auch mit dem Papst an“ vom 14. April.

Dass sich Donald Trump nun auch mit dem Papst angelegt hat, verwundert nicht, wenn man die Merkmale seiner toxischen Persönlichkeit auflistet. Trump lügt, täuscht, betrügt und ist gewaltbereit. Er ist unfähig, anderer Leute Gefühle wahrzunehmen, geschweige denn diese mitzuempfinden. Er hat keine Empathie für niemanden und nichts. Er ist paranoid, von Verfolgungswahn besessen, glaubt, dass es all diejenigen auf ihn abgesehen haben, die anders sind als er, anders denken, aussehen oder abstammen. Am schlimmsten ist sein Sadismus, die Lust, andere zu erniedrigen und zu verletzen und Dinge zu zerstören. Daraus saugt er das Erleben von Macht.

Diese gesammelten Fehlleistungen sind eins zu eins die Merkmale einer „narzisstischen beziehungsweise antisozialen Persönlichkeitsstörung“. Das sind klinische Begriffe, die in den internationalen Manualen DSM-5 und ICD-11 aufgelistet sind; jederzeit überprüfbar im Internet. Erich Fromm nannte diese Diagnose im Rückblick auf den deutschen Faschismus „bösartigen Narzissmus“.

Donald Trump ist mithin ein schwerkranker Mensch, der nach Ansicht einer Vielzahl amerikanischer Psychiater dringender Therapie bedürfte. Er ist aber auch Oberbefehlshaber der stärksten Armee der Welt und fährt als solcher sein eigenes Land, seine ehemaligen Partner, den Weltfrieden und die Weltwirtschaft an die Wand. Kürzlich hat er sich, KI-generiert, als Heiland inszeniert, aus dessen Händen Licht leuchtet, womit er Kranke gesund macht. Da denkt man an den Erzengel Michael, wörtlich: wer-wie-Gott, hebräisch: mi-ka-El, der nach der Legende einst den „Lichtträger“ Lucifer besiegte. Dieser wollte wie Gott sein, wurde als Satan vom Erzengel besiegt und stürzte hinab in die Hölle.

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