Joachim Braun, Nürtingen. Zum Artikel „Beschluss des Spritpreispakets“ vom 27. März.
Das neue „Spritpreispaket“ ist eine reine Beruhigungspille für das Wahlvolk. Wer ernsthaft glaubt, dass Benzin billiger wird, nur weil die Preise seltener erhöht werden dürfen, ignoriert die nackten Zahlen. Ein Blick zurück entlarvt die Realität: Im Juli 2008 kostete das Barrel Rohöl fast 147 US-Dollar – an der Zapfsäule zahlten wir damals im Schnitt 1,59 Euro. Heute, im März 2026, notiert der Ölpreis bei rund 107 US-Dollar, also massiv niedriger, während wir mit 2,13 Euro pro Liter Super abkassiert werden. Diese Schere geht nicht durch die Uhrzeit der Preisänderung auf, sondern durch staatliche Gier.
Während die deutsche Regierung mit dem „Österreich-Modell“ lediglich Kosmetik betreibt, zeigt Italien unter Meloni, wie man es macht: Dort wurde bereits mehrfach durch direkte Dekrete die Akzise (Energiesteuer) gesenkt, um die Bürger bei Preissprüngen real zu entlasten. In Deutschland hingegen hält man an CO₂-Abgaben und der Mehrwertsteuer auf alles (Steuer auf die Steuer) fest. Solange die horrende Abgabenlast nicht gesenkt wird, bleibt dieses Paket reine Schaufensterpolitik. Es bekämpft lediglich das Symptom der Preisschwankungen, während die staatlich gewollte Abzocke munter weitergeht.
Leserbriefe | 26.08.2026 - 05:00
Strombilanz mit Lücken
Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Null Megawatt als ,gutes Zeichen‘“ vom 19. August.
Im Artikel wird zitiert, dass 60 Prozent des „Stroms“ in Baden-Württemberg von „Erneuerbaren“ kommen. Das stimmt, aber mit Einschränkung. Es sind 60 Prozent ...
Leserbriefe | 26.08.2026 - 05:00
Kein Pakt mit Verfassungsfeinden
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Sperrig, aber mutig“ vom 22. August 2026.
Was daran mutig sein soll, mit einer Partei gemeinsame Sache zu machen, die auch in Baden-Württemberg aus gutem Grund vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer ...