Joachim Braun, Nürtingen. Zum Artikel „Beschluss des Spritpreispakets“ vom 27. März.
Das neue „Spritpreispaket“ ist eine reine Beruhigungspille für das Wahlvolk. Wer ernsthaft glaubt, dass Benzin billiger wird, nur weil die Preise seltener erhöht werden dürfen, ignoriert die nackten Zahlen. Ein Blick zurück entlarvt die Realität: Im Juli 2008 kostete das Barrel Rohöl fast 147 US-Dollar – an der Zapfsäule zahlten wir damals im Schnitt 1,59 Euro. Heute, im März 2026, notiert der Ölpreis bei rund 107 US-Dollar, also massiv niedriger, während wir mit 2,13 Euro pro Liter Super abkassiert werden. Diese Schere geht nicht durch die Uhrzeit der Preisänderung auf, sondern durch staatliche Gier.
Während die deutsche Regierung mit dem „Österreich-Modell“ lediglich Kosmetik betreibt, zeigt Italien unter Meloni, wie man es macht: Dort wurde bereits mehrfach durch direkte Dekrete die Akzise (Energiesteuer) gesenkt, um die Bürger bei Preissprüngen real zu entlasten. In Deutschland hingegen hält man an CO₂-Abgaben und der Mehrwertsteuer auf alles (Steuer auf die Steuer) fest. Solange die horrende Abgabenlast nicht gesenkt wird, bleibt dieses Paket reine Schaufensterpolitik. Es bekämpft lediglich das Symptom der Preisschwankungen, während die staatlich gewollte Abzocke munter weitergeht.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...