Simon Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Wie die britische Rechte den Fall Henry Nowak politisch ausnutzt“ vom 5. Juni.
Der Artikel rückt die Worte des Vaters von Henry Nowak in den Vordergrund, „dass dessen Tod [nicht] dazu benutzt wird, weitere Zwietracht, Hass und Spannungen zu schaffen.“ In sehr allgemeiner Form wird erwähnt, dass das Verhalten der zuständigen Beamten „schockierende Details“ zeige. Tatsächlich haben sie auf einen Notruf hin dem kraftlos am Boden liegenden Henry Nowak, der mehrfach darauf hinwies, dass er abgestochen wurde und nicht mehr atmen kann, Handschellen angelegt, weil ihnen die zweitrangige Behauptung, er habe den Mörder rassistisch beleidigt, anscheinend wichtiger war, als einem Menschen in Not zu helfen. Sie sagten ihm sogar in saloppem Ton, dass sie ihm nicht glauben würden. Henry Nowaks Vater schilderte dieses Verhalten sehr genau und erwartet nun Antworten.
Sicherlich fragt er sich trotz seines obigen Zitats, ob diese Polizeibeamten es für richtig halten, wehrlosen und leidenden Menschen Handschellen anzulegen, weil es ihnen irgendjemand sagt. Oder ob sie es deshalb für richtig halten, weil das Opfer weiß ist und der Täter nicht. Und eine Untersuchung klärt das hoffentlich auf. Nun möchte ich klarstellen: Mir ist bewusst, dass es in Großbritannien spezielle Programme gibt, die darauf abzielen, Rassismus zu beenden, der von Weißen ausgeht, und dass das auch ein Problem ist. Hier scheint es aber tatsächlich so zu sein, dass dieses Programm über sein Ziel sehr, sehr weit hinausgeschossen ist. Ich kann es mir wirklich nicht anders erklären und empfehle jedem, das grauenerregende Video des Vorfalls anzuschauen und sich zu fragen, ob es wirklich so sinnvoll ist, etwa mit dem Police Race Action Plan (NPCC) zu lernen, auf bestimmte Hautfarben bei der Arbeit besonders sensibel zu reagieren. Vielleicht sollten Politik und Polizei stattdessen einfach nur noch Menschen helfen. Ich denke auch, das ist es, was Henry Nowaks Vater eigentlich gemeint hat.
Leserbriefe | 20.06.2026 - 05:00
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Manchmal frage ich mich, ob die Veranstalter, zum Beispiel des Sonnwendfeuers auf dem Jusi, begriffen haben, dass unser Planet mitten in der ...
Leserbriefe | 20.06.2026 - 05:00
Es geht um mehr als einen Kindergarten
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